Monsieur Becker

Französisch & Lehren

Transparenzpapier

Samstag, 2. Oktober 2010 ·

Ixsi von »Schwamm drüber!« hat vor einigen Tagen über Selbsteinschätzungsbögen geschrieben, die sie im Unterricht zur Klassenarbeitsvorbereitung einsetzt.

In die gleiche Richtung geht das Transparenzpapier. Sein Ziel ist es, die Angst vor und während Leistungssituationen zu reduzieren. Dies wird erreicht, indem die Anforderungen, die Kriterien für die Leistungsbewertung sowie die Konsequenzen (also das Gewicht der Arbeit in der Endnote) bekannt gegeben werden.

Darüber hinaus erzielen die Schülerinnen und Schüler bessere Lernergebnisse durch eine bessere Vorbereitung.

In der Uni durften wir ad hoc selbst ein solches Transparenzpapier entwickeln; gemeinsam mit meiner Kommilitonin Françoise ist Folgendes dabei herausgekommen.

(PDF-Datei herunterladen)

Kommentare gern hier im Blog oder via Twitter (@monsieurbecker).

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2 Reaktionen

  1. teacher

    7. Oktober 2010 – 08:46 Uhr (#213)

    Diese „Notentransparenz“ ist in Öst. Pflicht: Wir haben vor jeder Arbeit anzugeben, was genau geprüft wird. Und wir sollen auch offenlegen, wie die Benotung durchgeführt wird.
    Das hat auch einige Nachteile, weil sich die SuS auf diese Kapitel beschränken, was bei aufbauenden Fächern (z.B. Sprachen) nicht zielführend ist. Ich bekomme zwar bessere Noten, aber keine besseren Leistungen, oder?

  2. Julius Becker

    7. Oktober 2010 – 14:15 Uhr (#214)

    Bei Arbeiten in Sprachen ist es immer schwierig, nicht auf Vergangenes (z. B. Wortschatz oder Grammatik) zurückzugreifen, sodass sich Bulimielernen oder Nicht-am-Ball-Bleiben fast automatisch sehr rasch rächt.

    Dass sich die SuS dennoch auf ein bestimmtes Kapitel beim Lernen konzentrieren, ist wiederum auch verständlich. Man hat beispielsweise mehrere Stunden lang Personenbeschreibung durchgenommen, da bedarf es eigentlich keiner hellseherischen Kräfte, dass in der Arbeit eine Personenbeschreibung vorkommt.

    Vermutlich ist Ixsis Vorschlag mit den Selbsteinschätzungsbögen die bessere Vorgehensweise (wenn man denn die Wahl hat). Allerdings sollte man dann nicht nur aufführen, was rankommen wird, sondern auch all das, was rankommen könnte. Ich hatte beispielsweise während des Masterstudiums eine Multiple-Choice-Klausur, bei der zur Nachbereitung jeder Vorlesung 15 bis 25 Fragen gestellt wurden, deren Bearbeitung eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema verlangten. In der Klausur selbst kam dann ein Teil der Fragen direkt aus diesem Repertoire, ein anderer Teil waren sehr ähnliche Fragen (zum Beispiel der geschilderte Fall war ein anderer, sodass sich eine andere Lösung ergab).

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