Monsieur Becker

Geografie & Lehren

I Have a (Geographical) Dream

Dienstag, 4. Januar 2011 ·

Anfang Dezember schrieb Felix Schaumburg über digitale Schulbücher. In der Diskussion wurde unter anderem aufgeworfen, dass die Verlage erst in Zugzwang kämen, wenn Lehrende selbst digitale Angebote veröffentlichten.

Dieser Gedanke hat mich in den letzten Wochen beschäftigt und ich bin zu dem Schluss gekom­men, dass es eigentlich nicht ausreichend ist, wenn Lehrer »nur« digitale Angebote selbst veröf­fentlichen. Vielmehr müsste die Möglichkeit bestehen, alles rund um den Unterricht aus den Hän­den der Verlage zu befreien und kostenlos abrufbar verfügbar zu machen. Sprich Open Access in allen unterrichtsrelevanten Bereichen.

Was ich genau damit meine, möchte am Beispiel Erdkundeunterricht darstellen.

Guter Unterricht baut immer auf aktuellem Fachwissen auf. Doch leider ist der Zugang dazu alles andere als frei. Die 45 UTB-Bücher zum Bereich Geowissenschaften beispielsweise geben für viele Teildisziplinen einen guten Überblick. Der Haken: Zusammen kosten sie über 1300 €. Hinzu kom­men noch die vielen Bücher anderer Verlage. Fachwissen erscheint jedoch nicht nur in Form von einführenden Büchern, sondern auch in Form von Artikeln, Glossaren, Wörterbüchern, … All dies muss nach meiner Ansicht (in Zusammenarbeit mit Fachwissenschaftlern) »befreit« werden. Sicherlich findet man in der Wikipedia bereits viel Fachwissen, doch noch immer gibt es hier und dort, unter anderem aufgrund mangelnder Quellenangaben, berechtigte Vorbehalte gegenüber der Qualität.

Ein wichtiger Bestandteil fachwissenschaftlicher sowie didaktisch aufbereiteter Veröffentlichungen sind geografisch relevante Grafiken und Fotos. Ausgezeichnete Grafiken und gute Fotos kosten Geld, keine Frage. Doch einmal bezahlt sollte es möglich sein, ihre Verwendung für Bildungszwecke mithilfe einer entsprechenden Lizenz unentgeltlich zu ermöglichen. Zudem sollten Grafiken in veränderbaren Formaten angeboten werden, damit sie an die spezifischen Unterrichtsbedürfnisse angepasst werden können.

Anpassbarkeit und kostenlose Nutzung sind auch zwei wichtige Eigenschaften von Karten und Statistiken. Es müsste ein Web-GIS geben, das neben einer Vielzahl von Karten auf verschie­denen Maßstabsebenen auch umfassende Statistiken bereithält, die in Tabellen, Diagrammen und natürlich auch Karten visu­alisiert werden können. Dazu gehören explizit auch Bevölkerungs­pyramiden und Klimadiagramme. Selbstverständlich muss ein einfacher Export der Daten möglich sein, damit Karten beispielsweise in Arbeitsblätter eingefügt oder auf Folie gezogen werden können.

Fachwissen, Grafiken und Fotos sowie Karten und Statistiken haben allein schon diverse Nut­zungspotenziale. Doch um sie leicht im Unterricht einsetzen zu können, bedarf es in vielen Fällen einer didaktischen Aufbereitung in Form von Unterrichtsmaterialien. Klassisch sind dabei kopier­fähige Arbeitsblätter und Folien, doch auch interaktive Tafelbilder sowie Materialien für Tablet-Computer sind denkbar. Für letzte müsste erst ein passender Rahmen geschaffen werden, der die Erstellung und Nutzung vereinfacht.

Alle vier Module (im Text fett hervorgehoben) können in einem Internetangebot vereint werden. Dabei sollten sämtliche Komponenten nach (a) ihrem räumlichen Bezug, nach (b) thematischen Schlagworten (Tags) sowie nach (c) Themenfeldern in den Rahmenlehrplänen erschlossen werden. Weitere Module sind ebenfalls denkbar: so etwa eine Linksammlung oder eine fachwissen­schaftliche Bibliografie.

Die verschiedenen Erschließungsmaßnahmen ermöglichen diverse Zugriffsmöglichkeiten auf das Internetangebot: So lassen sich beispielsweise Informationen zum Aralsee über (a) die räumlichen Bezüge Zentralasien, Kasachstan, Usbekistan, Aralsee, Amudarja und Syrdarja finden, über (b) die Schlagworte Aralsee, Salzsee und Umweltkatastrophe sowie über (c) das Themenfeld 1 der Doppeljahrgangsstufe 7/8 (Berliner Rahmenlehrplan). Das konkrete Unterrichtsmaterial könnte dann noch weiter über Unterrichtsmethoden und Kompetenzbezüge sortiert werden.

Zugegeben, so wünschenswert all das ist, so schwierig gestaltet sich die Umsetzung. Nicht umsonst der Titel dieses Posts. Die Finanzierung gelingt meines Erachtens am ehesten im Rahmen eines Vereins. Einen Verband Deutscher Schulgeographen gibt es bereits; dessen Internetauftritt strotzt allerdings nicht vor Affinität für neue Medien. Vielleicht muss ein neuer Verein das Geschäft beleben.

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56 Reaktionen

  1. Guido Gallenkamp

    4. Januar 2011 – 21:04 Uhr (#265)

    Sobald Du kostenlos als Lehrer arbeitest programmiere ich Dir kostenlos was Du für Deinen Unterricht brauchst. Versprochen. E-Mail Adresse hast Du ja jetzt.

  2. Julius Becker

    5. Januar 2011 – 09:50 Uhr (#266)

    Wie ich bei den Grafiken und Fotografien schrieb, bin ich der Meinung, dass der Grafiker bzw. Fotograf von seiner Arbeit leben können muss. Das heißt: Natürlich soll seine Arbeit entlohnt werden! Und zwar nicht zu einem Mitleids-»Aber-das-dient-doch-den-Kindern!«-Hungerlohn. So wie dann aber etwa ein Verlag mit den Grafiken machen kann, was er will, sollen die Grafiken hier dann für Bildungszwecke frei (oder in meiner aus deiner Sicht unachtsamen Terminologie: kostenlos) verfügbar sein.

    Ebenfalls nicht für umsonst arbeiten sollen Informatiker und Webdesigner, auch nicht für den oben genannten Mitleids-»Aber-das-dient-doch-den-Kindern!«-Hungerlohn. Natürlich geht das ins Geld, aber ich sage ja nicht, das Open Access zum Nulltarif zu haben ist. Das sieht man auch sehr gut an der Wikipedia, deren Unterstützerverein sehrwohl auf Spenden angewiesen ist.

    Was das andere Inhaltliche angeht: Ich frage mich oft, warum für Bücher und Zeitschriften, die Wissenschaftler während ihrer Arbeitszeit schreiben, die Bibliotheken und Privatpersonen Unsummen ausgeben müssen, um diese einzukaufen. Insbesondere, wenn bei den Schreibenden nichts bis ausgesprochen wenig ankommt. Hier setzt der Open-Access-Gedanke an, den ich einfach nur aufgreife. Natürlich weiß ich, dass nicht ausnahmslos alles frei zugänglich sein kann, denn es gibt auch Wissenschaftler, die selbstständig oder die an privaten Institutionen arbeiten und daher auf die Erlöse aus dem Verkauf angewiesen sind.

    Und schließlich zu den Unterrichtsmaterialien: Ich als Erdkundelehrer (in spe) muss eh viel selbst erstellen, denn Schulbücher sind nur teilweise an das vom Rahmenlehrplan Geforderte angepasst. Ich persönlich empfände es als Bereicherung, dieses Material verfügbar zu machen und es durch Rückmeldungen zu verbessern.

    Und wer weiß. Vielleicht erlangt ein Verein eines Tages einen solchen finanziellen Spielraum, dass er nicht nur Grafiker, Fotografen und Informatiker bezahlen, sondern auch Pädagogen einstellen kann, die dann Materialien entwickeln.

  3. Guido Gallenkamp

    5. Januar 2011 – 14:25 Uhr (#267)

    Mahlzeit,

    das klingt anders, als ich es zuerst aufgefasst habe. Es gaht also darum den Vertriebskanal für die Ware „Wissen“ zu verkürzen und somit Einsparungen zu erwirken.

    Das ist ein sehr gutes Anliegen und da wäre ich sofort dabei. Händler bereichern sich allgemein an der Arbeitsqualität anderer Menschen. Oder am geschickten Verkauf. Im Bereich „Wissen“ ist es mittlerweile möglich, dass die Ware nahezu ohne Transportkosten vom Hersteller zum Lieferanten gelangt. Allerdings muss die Ware auch in der Hand gehalten werden, um deren Qualität zu sichten. Das könnte bei digital gelieferten Waren schwierig werden. Kann ich im Buchladen jede Seite durchstöbern (sofern das Buch überhaupt vorrätig ist), so muss ich digital mit ein paar Auszügen Vorlieb nehmen.

    Du schreibst von „Anpassbarkeit und kostenlose Nutzung“ der Materialien. Ich denke, dass eine kostenlose Nutzung nicht möglich ist, denn auch der Statistiker, Fotograf usw. muss korrekterweise bezahlt werden. Schlechte Bezahlung lässt ihn zum Bäcker umschulen.

    Ich vermute, dass es nicht um eine kostenlose Nutzung geht, sondern um eine Bezahlung wie in einem Lizenz-Modell. Was nicht genutzt wird, braucht auch nicht bezahlt werden. Packe ich einen 100-Euro Wälzer nur zwei mal aus, dann kostet das pro Einsatz 50 Euro.

    Möglicherweise wäre ein Flattr-Bruder für Wissen / Bildung eine Lösung. Pro Schüler werden pro Monat 5 Euro für Bildung an die genutzten Autoren verteilt. Dann gehen zwar die Wissenschaftsverlage den Bach runter, aber das muss man dann wohl in Kauf nehmen. Der Wissenschaftler, der auch Autor ist (der meist keine „Arbeitszeit“ hat und nicht stempelt) müsste sich somit aber mehr der Wirtschaftlichkeit seiner Arbeit widmen, als seiner Wissenschaft. Es wird geforscht und veröfentlicht, was sich verkaufen lässt. und auch so formuliert, dass es sich besser verkaufen lässt. und möglicherweise mit einem Ergebnis, was sich besser verkaufen lässt (so wie das heute fast immer bei drittmittelfinanzierten Studien ist). Zumindest wäre das meine Vermutung und eine Gefahr am System.

    Die Idee ist eigentlich super, aber auch hier geht es nicht, ohne Kosten zu verursachen. Ideen?

  4. Guido Gallenkamp

    5. Januar 2011 – 14:40 Uhr (#268)

    Ich meinte nicht „vom Hersteller zum Lieferanten“, sondern natürlich von Hersteller zum Benutzer / Konsumenten / Verwerter!

  5. Julius Becker

    5. Januar 2011 – 20:05 Uhr (#269)

    »Ich vermute, dass es nicht um eine kostenlose Nutzung geht, sondern um eine Bezahlung wie in einem Lizenz-Modell.« (Kommentar #267)

    Du vermutest leider falsch. Es geht mir darum, dass Schüler(innen), Lehrer(innen), Fachwissenschaftler(innen) und Interessierte

    1. das Fachwissen von der ersten bis zur letzten Seite konsultieren sowie für Bildungszwecke kopieren, speichern, weitergeben, … können;
    2. geografisch relevante Grafiken und Fotos abrufen sowie für Bildungszwecke abändern, verwenden, … können;
    3. Karten und Statistiken abrufen, visualisieren, verändern, ergänzen, … können;
    4. Unterrichtsmaterialien auf Grundlage der vorangehenden Module konzipieren, verfügbar machen, ausstauschen, nutzen, diskutieren, verbessern, … können.

    Und das alles, ohne einen Cent zu bezahlen. Auch nicht in Form einer »Flattr-Bildungsflatrate«. Grafiker und Fotografen müssen nicht zum Bäcker umschulen, denn es soll einen Verein oder eine Stiftung geben, die die entsprechenden Rechte erwirbt, den Künstler also für sein Werk bezahlt.

    Was die Statistiker betrifft: Sie erhalten ihr Gehalt vom Staat, die Daten sind meist eh schon frei verfügbar und dürfen in der Regel auch mit entsprechender Quellenangabe verbreitet werden. Hier droht also keine Verarmung.

    Und der Wissenschaftler: Ob er nun kein oder sehr wenig Geld dafür erhält, wenn er sein Wissen in einer Zeitschrift oder in einer Monografie veröffentlicht oder ob er es dann nicht gleich im Geiste von Open Access frei verfügbar macht, ist fast Jacke wie Hose. Nur mit dem Unterschied, dass bei letzterem die Rezipienten keine Unsummen ausgeben müssen, die bei Verlag und Lieferanten hängen bleiben.

  6. Guido Gallenkamp

    6. Januar 2011 – 09:45 Uhr (#272)

    Dann würde es so was wie einen Bildungs-Verband geben, der eigene Fotografen, Grafiker und Texter angestellt hat bzw für die Finanzierung der erstellten Bilder sorgt? Das klingt wie Bildungs-Kommunismus, gar nicht mal so schlecht. Könnte schwierig werden bei Satellitenbildern oder anderen Wissenschaftlichen Aufnahmen.

    Bei den Statistikern liegst Du leider falsch, da kenne ich einige, die anders arbeiten. Die auch nicht vom Staat bezahlt werden, sondern im öffentlichen Dienst stehen, aber fast ausschließlich aus Drittmitteln finanziert werden. Kann man aber auch über den Bildungs-Topf abdecken.

    Die große Datenbank könnte man „Internet“ nennen. Damit könnte man z.B. wissenschaftliche Daten oder Nachrichten austauschen. Es könnte Standards für Text und Bild geben, die könnte man HTML oder so nennen 😀

    Dieser Bildungsverein müsste die Werke von angestellten erstellen lassen, damit die Urheberrechte beim Verein läge. Könnte ich aber mal erfragen, wie das genau aussieht.

    Bei mir zeichnet sich gerade ein Bild ab, das sogar möglich erscheint. Allerdings wäre das nicht viel anders als z.B. die Wikipedia. Mit dem Unterschied, dass die Artikel als „Wissen“ anerkannt sein würden.

  7. Julius Becker

    6. Januar 2011 – 10:35 Uhr (#273)

    (a) Ich finde den Ausdruck »Bildungs-Kommunismus« unpassend, da er eine Singularität der Meinung impliziert und bei vielen negativ konnotiert ist.

    (b) Satellitenbilder werden etwa von der NASA kostenlos zur Verfügung gestellt. Sonst gibt es aber auch Google/Bing/Yahoo Maps, die man in gewissen Grenzen auch frei nutzen kann.

    (c) Okay, dann erhalten eben nicht alle Statistiker ihr Gehalt vom Staat. Mein Anliegen ist es auch nicht, sämtliche Statistiken frei verfügbar zu machen, sondern vorrangig jene, die für den Unterricht relevant sind.

    (d) Der »Bildungsverein« muss keine Inhalt produzierende Angestellte haben, er ist auch nicht zwingend auf das Innehaben des Urheberrechts angewiesen. Etwa durch Einsatz einer Creative-Commons-Lizenz oder einer adaptierten Bildungs-Creative-Commons-Lizenz können die Inhalte in gewissen Grenzen zugänglich und verwendbar gemacht werden, wobei der Urheber Urheber bleibt.

    (e) Es gibt noch mehr Unterschiede zur Wikipedia als nur die wissenschaftliche Akzeptanz. Zum Beispiel soll nicht jeder zu allen Bereichen etwas beitragen können dürfen. Jedenfalls nicht ungeprüft. Darüber hinaus ist die Wikipedia als Lexikon konzipiert, doch es gibt noch viel mehr Formate wissenschaftlicher Publikation: einführende Bücher, Zeitschriftenartikel, Glossare, Wörterbücher, …

    (f) »Die große Datenbank könnte man ›Internet‹ nennen.« Dazu sage ich jetzt nichts. Und ich weiß, dass zu sagen, dass man nichts sagt, schon viel sagt.

  8. Felix Schaumburg

    9. Januar 2011 – 11:36 Uhr (#277)

    Ich finde den Gedanken eines flattr Modells für Schulbuchverlage gar nicht so schlecht. Immerhin bekommen die Schulen einen nicht unerheblichen Etat für die Anschaffung von Lehrbüchern. Würde man dieses Geld flexibler einsetzen können, gäbe es einen größeren Wettbewerb unter den Anbietern.

    Ich fände es toll, wenn ich viele verschiedene Lehrbücher (digital) zur Verfügung stehen haben würde und dann – nach dem erfolgreichen Einsatz – den Verlag über eine kurze Meldung den Einsatz bestätigen würde (so einfach wie einen Blog-Beitrag zu flattrn).

    Damit würde sich die Entscheidung für den Einsatz eines Schulbuches nicht auf Vermutungen und Abwägungen der Lehrenden in einer Konferenz beziehen, sondern aus dem direkten Einsatz in einer Lernsituation unter Berücksichtung der Schüler/innen.

    Und die Verlage würden immer direkt miteinander darum wettstreiten, wer das unterhaltsamste oder informativste Angebot bereitstellen würde.

    Warum nicht?

  9. Julius Becker

    9. Januar 2011 – 12:00 Uhr (#278)

    Der Gedanke eines Flattr-Modells ist auch nicht schlecht, er geht jedoch in eine völlig andere Richtung, als das von mir intendierte Modell, das in einer konsequenten und vollumfänglichen Umsetzung die Schulbuchverlage mehr oder weniger obsolet machte.

    Noch zwei Überlegung zum Flattr-Modell:

    (1) Bei einer verlagsübergreifenden Software könnte man auch gut auf den Button verzichten, wenn in regelmäßigen Abständen anonymisierte Nutzungsdaten an die entsprechende Verwertungsgesellschaft übertragen würden, sodass diese dann die Verteilung der »Bildungsflatratebeiträge« übernehmen könnte.

    (2) An anderer Stelle wurde die aus meiner Sicht vor allem für natur- und gesellschaftswissenschaftliche Fächer sehr sinnvolle Forderung geäußert, dass man statt auf Lehrbücher für ein Schuljahr eher auf themenbezogene Module setzen sollte.

  10. Julius Becker

    12. Januar 2011 – 10:39 Uhr (#281)

    Linktipp: Jos Engelen, Präsident der Niederländischen Wissenschaftsorganisation (NWO) fordert freien Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

  11. Guido Gallenkamp

    12. Januar 2011 – 17:43 Uhr (#282)

    Ich habe übrigens letzte Woche hier aufgehört zu lesen:
    ####
    (a) Ich finde den Ausdruck »Bildungs-Kommunismus« unpassend, da er eine Singularität der Meinung impliziert und bei vielen negativ konnotiert ist.
    ####

    Ist setze das heute fort.

    Zu „Satellitenbildern“ empfehle ich den Podcast „Raumzeit“ der ESA / DLR, Folge „Erdbeobachtung“. Die Nasa stellt es zwar für Endbenutzer kostenlos zur Verfügung, aber es kostet dennoch richtig viel Geld. Ein Satellit braucht etwa 1,5h um die Erde zum Umrunden und kann während dessen nur etwa 3 min lang Aufzeichnungen machen. Die Nasa zieht sich auch aus diesem Geschäft zurück und wird diesen Bereich der Privatwirtschaft überlassen.

    Mit einer CC-Lizenz wächst das Archiv an kostenlos verfügbaren Werken. Irgendwann ist dann jedes Foto drei mal gemacht worden, für jeden verfügbar und die Fotografen(oder wer auch immer) hat nichts mehr zu tun. Seine Werke sind ja nun kostenfrei zu haben. Ich beauftrage ja keinen 20. Elefanten, wenn es schon 19 kostenfreie gibt.

    Mit (f) wollte ich verdeutlichen, dass es bereits ein Format dafür gibt. Man muss es nur nutzen.

    Ein Verlag wird niemals obsolet werden, denn er ist erst die Stelle, an dem sich die vielen Publikationen bündeln. Ob das nun ein Redakteur oder eine Datenkrake ist – es wird nicht kostenlos passieren können.

    Zu den Nutzerdaten: das ist nicht gut und nicht umsetzbar. Sehr fehleranfällig, nicht fälschungssicher.

    Freier Zugang ist gut, aber auch nur gerecht, wenn der Inhalt aus öffentlichen Geldern finanziert wurde.

  12. Julius Becker

    12. Januar 2011 – 18:09 Uhr (#283)

    Danke für den Podcasttipp, werde ich mir nachher gleich mal anhören.

    Zu den Fotos: Nach der gleichen Argumentation hat irgendwann auch jede Nachrichtenagentur einen ausreichend großen Vorrat an Bildern, sodass die Fotografen entlassen werden könnten (bzw. die freien Fotografen nicht mehr genutzt). Aber das passiert bisher nicht. Denn die Welt verändert sich beständig, sie kann aus verschiedenen Blickwinkeln immer wieder neu entdeckt werden. Gerade fotografisch.

    Zum freien Zugang: Er ist, so denke ich, auch gerecht, wenn für die »Befreiung« nicht öffentlich finanzierter Inhalte angemessen bezahlt wurde. Klar kostet das alles Geld. Ebenso wie die Redakteure zur Koordination der Arbeit und die Informatiker zur Umsetzung des Konzeptes.

  13. Guido Gallenkamp

    12. Januar 2011 – 19:04 Uhr (#284)

    Nachrichten werden aber täglich produziert. Es wird so viel vom „Interesenten“ abgenommen, wie er gewohnt ist. Die Wissenschaft jedoch kann damit nicht stand halten, da gibt es viel zu wenig Neuerungen, als dass man die alle bildlich darstellen könnte. Den Oberbürgermeister kann man täglich zwei mal bei irgendwelchen Treffen zeigen, ein Pantoffeltierchen bleibt aber ein Pantoffeltierchen. Auch von unten oder von der Seite. Kann man noch einfärben, aber dann ist auch schon Schluss.

    Interessant wäre auch eine Mediathek, die Links themenspezifisch sammelt. Links zu bereits frei verfügbaren Medien. So was wie „Gesellschaft -> Luhmann -> Systemtheorie -> Forum / Zusammenfassung / Literatur“ oder „Erde -> Magnetfeld -> Polarlichter -> YouTube-Videos / Sonnenwinde bei Flickr / Link zur ESA“, vielleicht dann sogar thematisch verknüpft auf sphärische Trigonometrie.

    Das wäre mal ein Anfang und alleine mit Manpower zu schaffen. Dann könnte man die Werbetrommel rühren, einen Verein oder eine IG gründen und beginnen eigene Inhalte einzupflegen.

  14. Julius Becker

    12. Januar 2011 – 19:17 Uhr (#285)

    Aber selbst für einen solchen Anfang fehlt zum Beispiel mir das Informatikkönnen.

  15. Guido Gallenkamp

    13. Januar 2011 – 11:08 Uhr (#286)

    Kann ich. Sollen wir mal einen Testballon starten? Es braucht ja nur (anfangs) eine kleine Website ohne viel Schnick-Schnack. Nur Accounts mit Anmeldung, die können dann Links eintragen. Die Links haben dann noch die Parameter „Wer hat’s eingetragen“, „Keywords / Tags“, vllt. „Kategorie“ oder sonst was.
    Interessant wäre auch eine Einordnung der Links in „Theorie“ oder „Praxisbezug“.

    So könnte z.B. unter „Blutgefäße“ mit dem Marker „Theorie“ eine Ader-Karte (als PDF oder was weiß ich) verlinkt sein, mit dem Marker „Praxisbezug“ ein Video, wie man eine Verletzung einer Schlagader abdrückt und verbindet.

    Ich würde mich um die Technik kümmern. Sorgst Du für ein paar Testlehrer? Felix – hast Du Lust / keine Zeit 😀 ?

  16. Julius Becker

    13. Januar 2011 – 18:08 Uhr (#287)

    Ich habe mal angefangen, Eckpunkte für eine Linksammlung zu skizzieren … Das Dokument kann verändert werden.

  17. Guido Gallenkamp

    14. Januar 2011 – 14:30 Uhr (#288)

    Da kann man aber schlecht diskutieren 🙂

    Ich ich verstehe die ISO-Ordnung noch nicht so ganz. Du willst also eine Referenz / Keyword / Tag / Verschlagwortung über einen ISO-Wert ermöglichen. Gewässerkennziffer etc. Es wird aber auch sicher Unterrichtsthemen geben, die nicht verISOt sind. 30-jähriger Krieg z.B. oder „geostationärer Orbit“, „Keto-Enol-Tautomerie“ und was weiß ich. Das muss also optional bleiben, aber mit in die Schlagworte einfließen.

    Frage zu Berechtigungen: wer darf was bearbeiten? Darf ich Deine Rechtschreibfehler bearbeiten? Oder muss ich Dich kontaktieren?

    Zum Rahmenplan: ist der deutschlandweit gleich? Ich würde die Daten gerne so aufbauen, dass ich keine Daten ändern muss (also das Tabellenfeld in einem Datensatz „Link“). Vielmehr möchte ich Relationen ändern. Also „Lehrplan“ mit verschiedenen Meta-Daten auf „Ressource“ verknüpfen. „Lehrplan“ könnte man weiter eingrenzen / aufgliedern nach Klasse / Themengebiet / Fach oder was weiß ich.

    Muss leider los – ich finde es aber gut, dass sich was tut!

  18. Julius Becker

    14. Januar 2011 – 17:43 Uhr (#289)

    Für die Diskussion haben wir ja hier sehr viel Platz …

    Zu deinen Fragen und Anmerkungen:

    (1) Ich habe die ISO- und andere Codes vorrangig deshalb mit aufgenommen, weil es langfristig ja nicht nur eine Linksammlung sein soll, sondern ein um viele weitere Module ergänztes umfassendes Angebot. Gerade im Bereich Karten und Statistiken werden viele dieser Kürzel verwendet, sodass man diese Daten besser in das bereits Vorhandene einpflegen kann, wenn die Kürzel schon eingearbeitet sind.

    Ich »halte« mich auch deshalb an die gemeinsame Normdatei und die RVK, damit man etwa im Bereich Fachwissen Verknüpfungspunkte zu Dritten (etwa die Bibliotheken) aufbauen und nutzen kann.

    Zur »Keto-Enol-Tautomerie«: Ich wüsste nicht, dass es einen ISO-Code dafür gibt, doch die GND hat ein entsprechendes Schlagwort sowie den Oberbegriff Tautometrie. Eigentlich selbstverständlich sollte sein, dass der Oberbegriff gleich verlinkt ist.

    (2) Bei den Berechtigungen bin ich mir unschlüssig, aber ich wüsste nicht, was dagegen sprechen sollte, wenn jeder Zugelassene auch alles editieren darf.

    (3) Da Bildung Ländersache ist, ist es der Regelfall, dass auch die Rahmenlehrpläne unterschiedlich sind. Bei Erdkunde weiß ich zum Beispiel, dass es nicht in jedem Bundesland ein eigenes Fach ist und dass es auch nicht in jedem Schuljahr unterricht wird.

    Zumindest für den Berliner Rahmenlehrplan kann ich jedoch sagen, dass es Themenfelder gibt, denen Deskriptoren zugeordnet werden könnten. Zu »Osteuropa, Nord- und Mittelasien – Raumpotenziale und ihre Nutzung« gehören unter anderem Aralsee, Klimadiagramm, Klimatyp und Klimazone. Ist es das, was du mit verknüpfen meintest?

    (4) Ich habe mal eine allgemeine Frage: Linksammlung gleich für alle Fächer oder ist es sinnvoller, sich vorerst auf ein Fach zu beschränken?

  19. Guido Gallenkamp

    15. Januar 2011 – 13:42 Uhr (#291)

    (1) Ok, dann sollte sowohl das „Objekt“, also Rhein / Mosel / Demokratie / Niederschlag einen weiteren (optionalen) Schlüsselwert erhalten. Also „Name“ -> „Regen“, „Normname“ -> „ISO ***“ und dann vielleicht noch auf den Norm-Katalog verweisen. Sowohl nach Name als auch Norm kann gesucht werden.

    (2) Dann würde ein Log nötig sein, was wer geändert hat.

    (3) Da würde ich dann von einer Festlegung auf einen Lehrplan bzw. der Nennung eines solchen absehen. Jeder Lehrer wird ja wissen, was gerade bei ihm im Kalender steht und welche Themen er in welcher Reihenfolge vorstellt. Sonst gibt es einen riesigen Wasserkopf an Meta-Daten, die mit den Themen nichts zu tun haben. Andererseits wäre es schon cool, wenn irgendwo beistehen würde „Dieser Beitrag ist interessant für: 8. Klasse Erdkunde (Berlin), 7. Klasse Erdkunde (Baden)“ oder so. Auch wäre es interessant zu erwähnen „Zu diesem Themen wird folgendes Vorwissen empfohlen: – Anatomie des Menschen, – Atmungskette, – Stoffwechselphysiologie“ oder so. Alles mit Links zu den Themen natürlich.

    (4) Ich würde es so angehen, dass ich alle Fächer einbinden kann. Also von mir auch einige, wenige Fächer, aber dennoch so verschieden strukturiert, dass ich das System weit genug abstrahiere, damit ich nicht in Schwierigkeiten gerate, wenn ein weiteres Fach hinzukommt. Wenn ich das System nur auf „Erdkunde“ auslege, werde ich ganz bestimmt Schwierigkeiten haben, in das selbe System später „Sport“ einzupflegen.

  20. Julius Becker

    15. Januar 2011 – 15:17 Uhr (#292)

    (1) Wahrscheinlich benötigt man mehre (optionale) Schlüsselwerte, wie ich am Beispiel »Regen« im Sinne eines Geografikums aufzeigen möchte.

    Regen <Fluss>
    Name (DEU) = Regen
    Name (CES) = Řezná
    GND = 4048973-5
    Gewässerkennzahl = DE: 152

    Regen <Stadt>
    Name (DEU) = Regen
    GND = 4048975-9
    Regionalschlüssel (DE) = 092760138138

    Regen <Kreis>
    Name (DEU) = Regen
    GND = 4048974-7
    Regionalschlüssel (DE) = 09276

    Auch sollte man später noch mehr hinzufügen können, falls man weitere Fachsystematiken einbauen möchte (etwa die E-Lebensmittelzusatzstoffe).

    (3) Vielleicht ist es derzeit zweckdienlicher, auf eine Kategorisierung nach dem Rahmenlehrplan zu verzichten. Man könnte sie später, wenn man neben Links auch Unterrichtsmaterial frei zugänglich anbietet, ergänzen.

  21. Julius Becker

    16. Januar 2011 – 11:30 Uhr (#293)

    Mal eine technische Frage zur Verschlagwortung: »Erdölimport« hat die Synonyme »Ölimport«, »Erdöl / Import« und »Erdöl / Ölimport«. Gibt es eine Möglichkeit, wenn man »Erdöl« und »Import« als Schlagworte für einen Link eingibt, das daraus automatisch »Erdölimport« wird?

  22. Guido Gallenkamp

    16. Januar 2011 – 13:23 Uhr (#294)

    (1) Ok. Es gibt für alle einen Namen. Aber nicht unbedingt eine Gewässerkennzahl oder GND. Es gibt also in erster Linie „Name“, „Schlagworte“. Dann noch ein Dropdown mit Normen wie GND, DIN, ISO und dahinter ein leeres Feld, in das man die Zahl / den Wert eintragen kann. Später dann mit Verifizierung, ob der Wert stimmen kann. Da könnte man hinterlegen „GND besteht aus sieben Ziffern, gefolgt von einem Strich, gefolgt von einer Ziffer zwischen 1 und 9“

    Es wäre dann also notwendig (und praktisch), dann man Normen einpflegen (und damit später referenzieren) könnte.

    (3) könnte man in einer Art „persönlichem Profil“ einbinden. Also so was wie „Ich lehre in -Berlin / -Brandenburg / -Bremen / -Hamburg“ usw. und dem entsprechend die Inhalte verknüpfen. Das wäre aber was für die zweite Ausbaustufe. Also wenn das Portal Fuß fassen sollte.

    (5?) Verschlagwortung ist nicht so kompliziert. Gesucht werden sollte nach kleinen Wortelementen. Also nicht „Erdölimport“, sondern „erdöl, import“ oder so. Ich könnte das Suchfeld so gestalten, dass erstens die Eingabe für den Suchbegriff dort steht und drunter ein Radiobutton (also entweder-/ oder-Auswahl) für „und“ oder „oder“. Default würde dann z.B. „oder“ sein. Dann würde alles gefunden werden, wo „erdöl“ ODER „import“ drin steckt.

  23. Guido Gallenkamp

    16. Januar 2011 – 17:17 Uhr (#295)

    Vielleicht sollte man auch eine Lizenz dazu entwickeln, die den freien Gebrauch und die Verbreitung auf Bildungszwecke einschränkt. Also wenn die ersten eigenen Inhalte reinkommen.

  24. Julia

    16. Januar 2011 – 18:59 Uhr (#296)

    (5) Ich finde es besser, wenn man „Erdölimport“ als Schlagwort nutzt und nicht kleinere Wortelemente. Man kann ja „Erdöl“ und „Import“ notfalls als Oberbegriffe verwenden.

  25. Julius Becker

    16. Januar 2011 – 19:56 Uhr (#297)

    (1) »Es gibt also in erster Linie “Name”, “Schlagworte”.« Ist »Name« hier nicht gleich »Schlagworte« oder meinst du »übergeordnete Schlagworte«?

    (3) Das mit dem persönlichen Profil ist eine coole Sache, aber ich denke, das können wir uns für später aufheben.

    (4) Ich habe die Frage, ob wir nur ein Fach oder mehrere Fächer abdecken wollen, deshalb gestellt, weil ich mir Gedanken über eine mögliche URL gemacht habe. Mein geografischer Traum legt eine Adresse à la alles-rund-um-den-erkundeunterricht.de nahe (schließlich soll das Angebot ja um mehrere Module erweitert werden), bei mehreren Fächern wäre alles-zu-allen-schulischen-fächern.de zu bevorzugen. Da besteht meines Erachtens die Gefahr, dass man zu viel auf einmal erreichen wollen könnte – sich zu verzetteln ist dabei schon vorprogrammiert.

    (5) Ich kann mich Julia nur anschließen an, denn »Erdölimport« ist viel präziser.

  26. Guido Gallenkamp

    16. Januar 2011 – 20:12 Uhr (#298)

    (5) Jaja – ich meinte die Suche, nicht die Verschlagwortung. Wenn nach „erdöl“ oder nach „import“ gesucht wird, wird beides mal „Erdölimport“ gefunden.

  27. Julius Becker

    16. Januar 2011 – 20:21 Uhr (#299)

    Ich wundere mich gerade über die rechtliche Einordnung der Inhalte:

    Es werden ausschließlich Inhalte aufgenommen, deren Hyperlinks auf Inhalte verweisen, die frei und kostenlos verwendbar sind. Kostenpflichtige oder in ihrer Nutzung eingeschränkte Inhalte würden 1. dem Prinzip der Plattform widersprechen und 2. möglicherweise sogar Lizenzprobleme beim Verlinken mit sich bringen.

    Ich wundere mich deshalb, weil es mir mit der Linksammlung auch darum ging, dass man auf Hintergrund- und fortführende Informationen verweisen kann, die nicht zwingend frei verwendbar sein müssen. Sonst könnte man gleich eine Datenbank einrichten, in der man solches Material zentral verfügbar macht.

  28. Guido Gallenkamp

    16. Januar 2011 – 23:35 Uhr (#300)

    (1) Name wäre „Julius Becker“, Schlagworte wären „Berlin“, „Lehrer“, „Hausfrau“ und „Taschendieb“ oder so. Also nicht unbedingt übergeordnete Begriffe. Wenn ich mein Picasa durchstöber, dann habe ich Tags die Namen, Ort und vllt. noch Ereignis enthalten. So wie „Emily“, „Zoo“, „Wuppertal“, „Pommes“ oder so was.

    Immer nur beschreibend, nicht etwa Begriffe einfügen, von denen man glaubt, dass danach jemand suchen könnte. Bei Erdöl also nicht „Petrochemie“.

    (3) merke ich mir mal als Modul.

    (4) Wow. Das ist ne echt lange Domain. Das wird nicht funktionieren. Ich halte mal Augen und Gehirn dafür offen. Die Domain sollte nicht so lang sein, dass sie bei Erwähnungen gekürzt werden muss. Ich würde es ->technisch<- so angehen, dass ich es offen für alle Fächer halte, aber dann zum Beispiel ab und zu die "Woche der Physik" oder so ausrufe. Oder? Dann würde auch schnell thematisch so viel zusammen kommen, dass die Lehrer, die aus dieser Woche rausgehen wissen, dass dort genug Material liegt, um damit zu arbeiten.

    (6) Rechtliche Einordnung der Inhalte
    Halte ich für wichtig. Denn es geht ja darum, dass die Lehrer die dort verlinkten Inhalte benutzen und verbreiten können, ohne dass dadurch irgend welche Rechte verletzt werden. Geht bei Weihnachtsliedern und der GEMA nicht, aber sonst eigentlich immer. Oder habe ich da was falsch verstanden? Das schließt nicht aus, dass nach und nach eigene Inhalte produziert und dort untergebracht werden können!
    Aber wen wir erst mal einige GB an Daten auf den Server schaffen müssen, wäre das doof. Das wäre ein großer Aufwand und auch mit Kosten verbunden.

    Ich werde versuchen, mich genauer auszudrücken. Mit der Formatierung (z.B. Listeneinrückung) in diesem Google-Dokument kommen ich nicht ganz zurecht. Ich lerne dazu 🙂

  29. Julius Becker

    17. Januar 2011 – 08:03 Uhr (#301)

    (4) Mir ist klar, dass lange Domains schwierig zu merken sind, mit den Namen sollte bloß die inhaltliche Ausrichtung deutlich werden.

    (6) Bei den Weihnachtsliedern geht es um die Verbreitung von Notenblättern (also nicht um das Singen!), in deren Erstellung jemand Zeit, Geld und Gehirnschmalz investiert hat. Wenn man die Noten per Hand abschreibt oder selbst am Computer erstellt, ist das alles problemlos (sofern das Lied gemeinfrei ist).

    Dennoch bin ich der Meinung, dass man auch auf Unfreies verlinken können sollte. Denn aus Abschnitten von verschiedenen Zeitungsartikeln, die man ordentlich zitiert, kann man auch ein im Unterricht einsetzbares Material zusammenstellen.

    Eine mögliche Lösung in dieser Frage wäre vielleicht, dass man den Links bei der Aufnahme auch eine Lizenz zuordnen kann.

  30. Guido Gallenkamp

    17. Januar 2011 – 16:00 Uhr (#302)

    (4) Ist Dir bei „amazon“ die inhaltliche Ausrichtung klar? Mir nicht. Ich denke es ist einfach eine Art Marke, der dann Inhalt eingeflößt wird. Ravensburger hört sich auch eher nach Käse als nach Spielen an.

    (6) die Einordnung in die Lizenzen wäre wahrscheinlich für den „normalen“ Lehrer zu viel. Bei den Zeitungsartikeln könnte es schon echt schwierig werden. Weiß ich sogar sehr genau, weil ich gerade eine Webseite für einen Journalisten mache, der seine eigenen Artikel nicht veröffentlichen darf. Da müssten wir noch mal genauer drüber nachdenken.

  31. Julius Becker

    17. Januar 2011 – 16:16 Uhr (#303)

    (4) Die langen Domainnamen waren nie als tatsächliche Domainnamen angedacht, sondern sollten bloß einfach umschreibend wirken.

    (6) »… Lizenzen zuordnen KANN.« Wenn da irgendwo explizit Creative Commons BY-NC-SA steht, dann sollte man das angeben. Wenn man keine Lizenz zur freien Verwendung findet, muss man nichts angeben.

  32. Felix Schaumburg

    17. Januar 2011 – 16:32 Uhr (#304)

    Da liest man drei Tage die Kommentare nicht und muss, um die letzten Einträge inhaltlich nachvollziehen zu können, nochmal ganz vorne anfangen 😉

    Ich verstehe den Antrieb noch nicht ganz: Geht es um eine Tag-basierte Datenbank für Unterrichtsmaterial? Gibts das nicht in der ein oder anderen Form schon? In Flickr hatten wir mal eine Gruppe für Tafelbilder gestartet, in die jeder seine Bilder eintragen und taggen konnte. Und für SoWi gab es ein ähnliches Angebot, welches aber inzwischen wohl eingeschlafen ist:
    http://www.sowi-online.de/unterrichtspraxis.htm

    Welche Nachfrage soll das Projekt befriedigen, für die es nicht schon ein ähnliches Angebot gibt? Oder geht es darum, eine individuelle Form zu finden, um Lehrenden in kleineren Gruppen ein Tool zur Hand zu geben, die eigenen Materialien für die schulinternen Curricula zu managen?

    Gruß,

    Felix

  33. Julius Becker

    17. Januar 2011 – 19:45 Uhr (#306)

    Derzeit geht es um die Sammlung von fachrelevanten Links. Dieses soll mit Schlagworten (also kontrolliertes Vokabular, keine gänzlich frei vergebbare Tags) erschlossen werden.

    Während Guido vorschlägt, nur frei verwendbares Material zu verlinken, ist meines Erachtens eine solche Einschränkung nicht notwendig, denn auch nicht frei verwendbares Hintergrundmaterial bereichert den Unterricht, wenn vielleicht auch nur in der Vorbereitung.

  34. Felix Schaumburg

    17. Januar 2011 – 20:37 Uhr (#307)

  35. Guido Gallenkamp

    18. Januar 2011 – 08:25 Uhr (#310)

    Also so weit ich den „dream“ hier verstanden habe, geht es doch um frei verfügbare und nutzbare Unterrichtsmaterialien. Wenn es die schon gibt, sollte man die nutzen. Wenn es schon eine Sammlung gibt, sollte man auch die nutzen, statt eine Konkurrenz aufzubauen. Die Beschränkung auf CC-Lizenz dient ja genau diesem Zweck – alles dort verfügbare einfach nutzen zu können, ohne wenn und aber.

  36. Julius Becker

    18. Januar 2011 – 09:14 Uhr (#311)

    @#307
    In der großen weiten Welt gibt es vieles zu genüge. Dennoch schaffen es überraschenderweise ähnliche (nicht gleiche!) Angebote immer wieder, ihre Daseinsberechtigung zu haben.

    @#310
    In dem »Dream« geht es nicht ausschließlich um frei verfügbares Unterrichtsmaterial, sondern auch um freies Fachwissen, freie Karten und Statistiken sowie freie geografisch relevante Grafiken und Fotos.

    Da es aber nicht alles gleich und sofort frei auf dieser Welt gibt, sollte die Linksammlung meines Erachtens diese Lücke schließen und zum Beispiel auch auf unfreies Fachwissen verlinken.

    Warum sollte zum Beispiel nicht auf die Information des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation Bayern über das UTM-Koordinatensystem verwiesen werden? So lang man nicht selbst etwas Gleichwertiges zu bieten hat, ist das eine gute Fachinformation.

  37. Guido Gallenkamp

    18. Januar 2011 – 09:26 Uhr (#312)

    Aber gute Fachinformation gibt es auch über google zu finden. Der Unterschied besteht doch darin, die Lücken Lücken sein zu lassen und dadurch aufzudecken, welche Materialien man ggf. selbst unter einer CC-Lizenz veröffentlichen muss.

  38. Julius Becker

    18. Januar 2011 – 09:44 Uhr (#313)

    Okay. Wir sind, so denke ich, an einem Punkt angelangt, wo wir feststellen müssen, dass wir einfach andere Ansichten haben.

    Ja, gute Fachinformationen gibt es auch über Google zu finden. Übrigens auch in Bibliotheken. Google ist aber nicht das Nonplusultra, denn hier erfolgt die Erschließung durch den Volltext. Eine Schlagworterschließung hingegen bietet völlig andere Zugangsmöglichkeiten.

    Um die Lücken bei den frei verfügbaren Materialien aufzuspüren, reichte es im Prinzip, eine Liste mit notwendigem Material zu verfassen und dann einfach das Wegzustreichen, was man bei Google findet. Warum sollte Google hierfür nicht genauso geeignet sein wie bei nichtfreiem Fachwissen?

    Davon abgesehen: Das frei verfügbar Unterrichtsmaterial ist bei weitem nicht so frei, wie man es sich wünschen würde. Zwar ist meist irgendwo geschrieben, dass man das Material im Unterricht einsetzen kann, aber etwa in einem öffentlich zugänglichen Kursblog – was ja auch unbestreitbar auch einen Bildungszweck erfüllen kann – darf die Grafik dann nicht drin stehen. Denn die meisten frei verfügbaren Unterrichtsmaterialien sind irgendwie freigegeben und nicht etwa unter eine CC-Lizenz. Meines Erachtens sind das auch Lücken.

  39. Julius Becker

    18. Januar 2011 – 09:48 Uhr (#314)

    Und einen Punkt habe ich vergessen: Über Google auffindbar.

    Leider stelle ich immer wieder fest, dass es sehr viele Menschen gibt, die schon an den einfachsten Suchmöglichkeiten scheitern. Bei einer Veranstaltung über die Nutzung des Onlinekatalogs der HU-Bibliothek war ich geradezu schockiert, wie grenzenlos unfähig sich so manche(r) Studierende(r), auch in höheren Semestern, verhält.

  40. Guido Gallenkamp

    18. Januar 2011 – 11:08 Uhr (#315)

    Stimmt alles. Das ist ja gerade der Unterschied. Das was in der Datenbank verlinkt wird, ist wirklich frei verfügbar und dazu noch frei weiterverwendbar. Darum geht es (mir) in diesem Projekt. Dass sich jemand, der dort nach Material sucht, auch wirklich nicht mehr nachdenken oder forschen muss, ob er das Material ausdrucken, verteilen, abändern oder zeigen darf.

  41. Julius Becker

    18. Januar 2011 – 12:50 Uhr (#316)

    Ich glaube nicht, dass wir da viel Material finden werden, das so weitgehend freigegeben ist. Da müssten man schon jeden einzelnen Anbieter anschreiben und anregen, dass er seine Unterlagen unter die Creative-Commons-Lizenz BY NC SA stellt. Und wenn man schon diesen Aufwand betreibt, könnte man auch gleich eine zentrale Datenbank einrichten, wo das dann angeboten wird.

  42. Julia

    18. Januar 2011 – 15:28 Uhr (#317)

    Wisst ihr eigentlich, wie schwer es ist, an Unterrichtsmaterial ranzukommen? 4Teachers und Co. sind meist totaler Schrott: Grottige Texte, inakzeptable Formatierung, sinnlose Aufgaben. Kompetenzorientierung ist dort ebenfalls ein Fremdwort. Und bei anderen Seiten, durch die ich mich geklickt habe, gibt es PDF-Dateien – ganz toll! Mal ganz davon zu schweigen, dass das meiste nur für die Sek I ist, wobei ja gerade in der Sek II fachliche Hintergrundinformationen sinnvoll wären.

    Deshalb ist es mit einer puren Freie-Unterrichtsmaterialien-Sammlung eben nicht getan!!

  43. Guido Gallenkamp

    18. Januar 2011 – 16:02 Uhr (#318)

    Liebe Julia,

    entweder Du bist Schülerin oder falsch im Beruf. Oder ich übersehe Deinen Beitrag zum Thema. Einfach nur auskotzen bringt uns nicht weiter. Was willst Du mit Deinem Beitrag sagen?

    Natürlich kann man nicht alles einfach sammeln wie ein Material-Messi, man muss schon aussortieren. Das wird aber schnell deutlich werden.

    Bitte erläutere kurz, was schlimm an PDFs ist. Ich vermute daraus deuten zu können, dass Du lieber Word-Dateien hättest, weil Du die bearbeiten kannst. Allerdings wird niemand, der noch alle aufm Zaun hat, eine Word-Datei aus dem Internet oder einer E-Mail öffnen. Das würden auch viele IT Sicherheits-Beschränkungen gar nicht erst zulassen. Es käme noch hinzu, dass man auf kommerzielle Produkte angewiesen wäre, wenn man nicht OpenOffice nutzen möchte.

  44. Julius Becker

    18. Januar 2011 – 16:27 Uhr (#319)

    Einfach »zurückzukotzen« ist aber auch nicht zweckdienlich …

  45. Julia

    18. Januar 2011 – 16:27 Uhr (#320)

    @Guido, ich verbitte ich mir solch einen Umgangston und vor allem die Unterstellungen.

    Aber für dich sage ich es gerne auch noch einmal ganz deutlich: Ich finde Julius’ Konzeption besser als deine.

    Von uneingeschränktem Sammeln habe ich nichts geschrieben. Verstehst du manche Dinge vorsätzlich falsch?

    Was die Word-Dateien angeht: Hast du schon mal bei 4Teachers und Co. reingeschaut? Da sind lauter Word-Dokumente. Und PDF-Dokumente kann zumindest ich nicht überarbeiten. Gern lasse ich mir aber eine Lizenz schenken.

  46. Guido Gallenkamp

    18. Januar 2011 – 16:46 Uhr (#321)

    @#319 Richtig, deshalb habe ich genau nach den Dingen gefragt die mir nicht klar sind.

    @#320 Absatz 1: welche Unterstellungen? Das ich versuche herauszufinden, was Dein Gemotze bedeuten soll?

    Absatz 2: Dann steht es Dir natürlich frei Linksammlung Nummer 45 aufzumachen.

    Absatz 3: Ich habe Dir keine Worte in den Mund gelegt, sondern gesagt, wie ich es machen würde.

    Absatz 4: Nein, habe ich nicht. Aber ich bin erstens Programmierer und zweitens Netzwerk-Mensch. Und ich kämpfe täglich gegen Menschen, die sich irgendwo Word-Dokumente herunterladen und Viren ins Netzwerk lassen. Wenn Du nicht in der Lage bist den Inhalt eines PDF-Dokument in ein frisches Word-Dokument zu kopieren, dann verstehe ich nicht, wie Du es bis zum Abitur geschafft hast. Tut mir Leid. Ist nicht böse gemeint, aber lass die Finger von Computern.

  47. Julius Becker

    18. Januar 2011 – 17:07 Uhr (#322)

    Guido Gallenkamp,

    der in #318 und insbesondere #321 angeschlagene Ton ist mehr als deplaziert, um nicht zu sagen, das Letzte.

    Ich werde die Diskussion an dieser Stelle beenden, denn wie schon #313 gesagt, haben wir einen Punkt unüberbrückbarer Differenzen erreicht.

  48. Julius Becker

    19. Januar 2011 – 19:08 Uhr (#326)

    Es lässt tief blicken, per Twitter nachzutreten, Herr Gallenkamp.

    Ja, ich habe die Diskussion beendet, weil ich die Art und Weise Ihres Ausdrucks in den letzten beiden Kommentaren nicht akzeptabel finde.

    Ich habe sie aber auch beendet, weil es schlicht keine Lösung gibt. Mein Vorschlag wird als 45. Linksammlung abgetan, für Ihren Vorschlag gibt es so gut wie kein Unterrichtsmaterial, das man da verlinken könnte. Wir drehen uns seit Kommentaren im Kreis. Ich persönlich habe auch nichts mehr zu sagen, denn selbst einfache Sätze à la »Lass uns nach Norden gehen!« wurden zu »Meinst du vielleicht, dass wir nach Süden gehen sollten?« uminterpretiert. Und nein, es geht nicht um diesen konkreten Satz (der ja gar nicht auftaucht), sondern um das Prinzip der Uminterpretation.

  49. Julia

    20. Januar 2011 – 21:49 Uhr (#329)

    Auch wenn ich “kontaktscheu” bin, mich “nicht auszudrücken” weiß und den “Beruf verfehlt” habe, darf ich mich äußern. Und ich muss dabei nicht mit Herrn Programmierer und Hobbypsychologe von Gottes Gnaden, der sich für einen Über-30-Jährigen erstaunlich bockig verhält, übereinstimmen. Ich stimme unter anderem deswegen nicht mit dir überein, weil mir die Praxis – die alles andere als eine bauschig-rosa Watte-Welt ist – vertraut ist. Lies mal die Blogs von Fräulein Krise und Frau Freitag (mit Google umgehen kannst du ja), so etwas gehört auch zu meinem Erfahrungsschatz.

    Ich befürworte Julius’ Geographical Dream, weil er in seiner Umsetzung eine Arbeitserleichterung für Lehrer bietet. Ich habe einen Anlaufpunkt, um mich über aktuelle Geografiethemen zu informieren. Ich kann mein Wissen erweitern. Ich finde Bilder und Grafiken in angemessener Auflösung, die ich ohne große Bearbeitung im Unterricht verwenden kann. Das gilt natürlich für Schüler, die etwa nach einem Bild von einer Föhnmauer suchen, entsprechend. Ich persönlich sehe keinen Nutzen, wenn man nur Links auf freie Materialien sammelt, wenn es diese so gut wie gar nicht gibt. Als Programmierer, der sich jedoch für eine solche eng gefasste Linksammlung einsetzt, hätte dir das eigentlich auffallen müssen. Ich nehme doch an, inhaltliches Engagement gehört für einen guten Programmierer dazu.

    Zu PDF-Word-Umwandlung: Klar kann ich PDF in Word kopieren (was ich nebenbei gesagt nicht in der Schule gelernt habe, denn da gab es gar kein Informatik). Hast du aber schon mal ein sorgsam gelayoutetes PDF-Arbeitsblatt kopiert? Da geht jeder Ansatz von Design flöten. Von obskuren Mehrfachleerzeichen und Bindestrichen ganz zu schweigen. Da geht abtippen schneller. Für mich ist es eine enorme Arbeitserleichterung, die Word- bzw. OpenOffice-Datei zu verändern (die in fast allen Fällen ihr Layout nicht verlieren), um sie an die Bedürfnisse meiner Schülerinnen und Schüler anzupassen.

    Aber dies ist ja nur die Meinung einer “kontaktscheuen”, sich “nicht auszudrücken” wissenden, den “Beruf verfehlt” Habenden.

  50. Guido Gallenkamp

    20. Januar 2011 – 22:46 Uhr (#331)

    Ok, dann schreibe ich noch was. Ich bemühe mich um einen freundlichen Ton – versprochen. Es lässt mir keine Ruhe.

    @ Julia
    Aus Deinen zwei ersten Beiträgen wurde ich wirklich nicht schlau. Ich habe sie nicht als Beitrag, sondern als „emotionale Beschreibung der aktuellen Lage“ aufgefasst. Und das bringt nun mal niemanden weiter.

    Ich denke hier liegt der Hund begraben: „Ich finde Bilder und Grafiken in angemessener Auflösung, die ich ohne große Bearbeitung im Unterricht verwenden kann.“ Das geht nicht, ohne entweder gegen das Urheberrecht / Vervielfältigungsrecht zu verstoßen oder mit CC-Lizenzen arbeiten zu müssen. Genau das ist ja der Knackpunkt. Das, was im Unterricht verwendet wird und nicht „frei“ ist, das ist illegal. Genau genommen darf man nicht ein mal darauf verweisen und dazu ermuntern, dieses Material im Unterricht zu verwenden. Denn auch das ist illegal.

    @ Julius
    Ich habe nicht versucht, etwas unzuinterpretieren, ich habe es wohl einfach nicht verstanden.

    So. Morgen schreibe ich weiter, ich werde gerade abgeholt.

    Grüße,

    Guido

  51. Julius Becker

    21. Januar 2011 – 12:13 Uhr (#333)

    Hallo!

    Ich denke, Julia bezog sich in #329 auf jene Bildersammlung, die ein Modul des Dreams ist. Also auf Bilder, für deren freie Verwendbarkeit entsprechend einer Creative-Commons-Lizenz Fotografen Geld erhalten haben. Und natürlich auch Bilder von Hobbyfotografen, die sie selbst unter einer solchen Lizenz veröffentlicht haben.

    Daneben gibt es die Linkdatenbank, die Gegenstand der meisten Kommentare hier ist. Auch in dieser Linkdatenbank kann man auf Bilder verweisen. Ich verstehe deinen rechtlichen Einwand bei »unfreien« Bildern und es ist wichtig, dass man viel mehr Leute für die Problematik sensibilisiert.

    Auf der anderen Seite denke ich, dass man sich trotzdem nicht auf nur frei Verwendbares beschränken sollte. Denn als Lehrer habe ich ja noch immer die Möglichkeit, etwa bei Vorhandensein von Beamer und Internet, das Bild als Teil einer konkreten Internetseite zu zeigen. Oder in einem Kursblog auf die entsprechende Seite zu verweisen. Das sind vielleicht noch nicht übliche Formen des Unterrichts, aber denkbare und sicherlich auch in Zukunft zunehmende.

    Um den Unterrichtenden jedoch deutlicher zu machen, was sie tatsächlich frei verwenden können, wäre eine Lösungsmöglichkeit, bei Vorliegen einer entsprechenden Lizenz dies im Datensatz eines Linkes mit anzugeben. Dann sieht man als Lehrer sofort: Dieses Material kann ich frei nutzen. Und bei nicht entsprechend gekennzeichneten Links muss man dann Vorsicht walten lassen.

  52. Guido Gallenkamp

    24. Januar 2011 – 10:42 Uhr (#338)

    Ich habe die Linksammlung nicht getrennt von der Bildersammlung oder Dokumentensammlung gedacht.
    Ich habe die Linksammlung als Startlinie angenommen, über die mehr Leute motiviert werden, CC-Inhalte zu verlinken. Und dann nach und nach innerhalb dieser Datenbank eigene Inhalte (unter CC) einzustellen. Der Link würde dann halt auf den eigenen Server verweisen, statt auf einen fremden. Das würde auch dazu führen, dass andere Lehrer das sehen und Ihre selbst produzierten Inhalte unter CC dort veröffentlichen.

    Die Linkdatenbank ist also nicht etwa ein anderes Projekt, sondern die Basis. Von dort aus können mehr und mehr Inhalte durch eigene CC-Inhalte ersetzt werden, sofern sie denn als Unterrichtsmaterial taugen.

  53. Julius Becker

    24. Januar 2011 – 12:17 Uhr (#339)

    Okay. Auch wenn ich noch immer meine mehrfach geäußerten Vorbehalte habe hinsichtlich der Menge frei verfügbaren Materials, sage ich: Mögen wir es in Angriff nehmen.

    Wenn ich es richtig verstanden habe, wird etwa auf dieses Methodenblatt vorerst nur ein verschlagworteter Link gesetzt, später soll aber die Möglichkeit bestehen, die Datei in das Projekt zu überführen. Stimmt’s?

    Ungeachtet dessen fände ich es schön, wenn man in einer kommenden Projektphase eine zweite Linksammlung ergänzen könnte, in der auch aktuelle Zeitungsartikel und ähnliche unfreie Materialien verlinkt werden könnten.

  54. Guido Gallenkamp

    25. Januar 2011 – 09:43 Uhr (#340)

    Vielleicht kann man einfach in seinem „persönlichen Profil“ irgendwas anklicken. „Unfreies Material anzeigen: ja/nein“

    Es stimmt wohl, dass die schwierigste Aufgabe sein wird, viel gutes Material unter CC-Lizenz zu finden. Aber das macht eben die Qualität und das Alleinstellungsmerkmal dieser Plattform aus.

    Überführen muss nicht mal sein, ist aber theoretisch möglich. Ich möchte nicht unbedingt einen Film selbst bereist stellen, wenn er mir woanders keine Kosten verursacht. Aber ich möchte schon die Möglichkeit schaffen, dass „Autoren“ dort Ihre Werke hinterlegen.

  55. Julius Becker

    26. Januar 2011 – 17:23 Uhr (#342)

    Jetzt bin ich verwirrt: Dem ersten Absatz zufolge soll es auch unfreies Material geben, dem zweiten Absatz zufolge nicht.

  56. Guido Gallenkamp

    29. Januar 2011 – 23:04 Uhr (#346)

    Ich denke wir müssen mal sehen, ob es genügend CC-Material gibt, um den Karren anzuschieben.

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