Monsieur Becker

Panorama

Wege der schulischen Kommunikation

Sonntag, 19. Januar 2014 ·

An meiner Schule haben einige Kolleginnen und Kollegen, darunter ich, in der letzten Woche im Rahmen eines gesundheitsthematischen Studientages das Lehrerzimmer aufgeräumt, umgestellt, reorganisiert. Die Aktion diente nicht der Vermeidung noch unangenehmerer Sachen, darin unterscheidet sie sich von manch heimischem Putzeinsatz. Ursache war vielmehr, dass es Dinge gibt, die seit dem Beginn meines Referendariats nichts anderes tun, als einzustauben. Es gibt bestimmte Strukturen (Infozettel da an der Wand, Mitteilungsbuch hier, Vertretungsplan daneben), die »schon immer«™ so waren, vom Kollegium mittlerweile aber als verbesserungswürdig erachtet wurden.

Ein Kollege beschrieb zum Beispiel, dass er die Schule immer mit dem Gefühl verlasse, etwas übersehen zu haben, was am nächsten Tag aber wichtig ist. Etwa eine Exkursion, die vor zwei Wochen im Mitteilungsbuch eingetragen wurde, die Beaufsichtigung eines Nachschreibetermins, wobei der Zettel schon eine Woche vorher abgenommen wurde, …

Neben dem puren Aufräumen sollten also auch die Kommunikationsstrukturen verbessert werden. Damit Wichtiges nicht vergessen wird und zu stressverursachenden Hauruckaktionen führt. Aber auch, damit die vielfältigen Tätigkeiten an einer Schule, die man mit seinen beiden Fächern nur bedingt mitbekommt, für alle sichtbar werden. Man ist nicht der einzige Hamster im Laufrad.

Veränderung Nummer 1: das Mitteilungsbuch und der Vertretungsplan sind räumlich voneinander getrennt worden. Damit werden die stoßzeitlichen Menschentrauben etwas entzerrt.

Neben den Infozetteln des Oberstufenkoordinators gibt es nun auch eine Tafel, an der Kolleginnen und Kollegen jahrgangsbezogene Infos anheften können, so zum Beispiel eine Liste mit Schülerinnen und Schülern, die an diesem oder jenem Tag am Handballtournier teilnehmen. Oder eine Erinnerung, dass in Klasse 9 unbedingt die Praktikumsanmeldungen ausgeteilt werden müssen. Infos, die mitunter als kleiner Zettel in den Blättern der dienstlichen verloren gehen oder im Mitteilungsbuch vergessen werden.

Ferner soll es, so die Idee, jeden Freitagmorgen für das Kollegium eine Rund-E-Mail à la »Was nächste Woche wichtig ist« geben, in der gesammelt das Wichtigste für die nächste Woche kommunziert wird.

Leider endet bald meine Zeit an der Ausbildungsschule, ich werde daher nicht beurteilen können, inwiefern die o. g. Maßnahmen fruchten. Ich bin jedoch gespannt, wie die Schulleitungs-Kollegiums- sowie die kollegiumsinterne Kommunikation woanders funktionieren.

Also: Kommentiert gern.

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