Monsieur Becker

Panorama

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Montag, 29. Mai 2017

Die dritte Staffel der britischen Science-Fiction-Serie Black Mirror beginnt mit der Folge »Abgestürzt«:

Diese Geschichte spielt in einer alternativen Realität, in welcher Menschen anhand ihres Social Rankings live bewertet werden können und dann auch dementsprechend behandelt werden. Die Menschen bewerten sich permanent gegenseitig und schaffen damit eine fluide Struktur des Miteinanders, weswegen alle nett zueinander sind und Freundschaft und Freundlichkeit vortäuschen, um in der Gunst der jeweils anderen zu steigen.

Die Protagonistin dieser Episode versucht von ihrer 4,2 auf eine 4,5 von maximal 5 möglichen Punkten im Ranking zu kommen, damit sie sich eine schicke Wohnung in einem Szeneviertel leisten kann. Dabei hilft ihr ihre alte Freundin Naomi, auch Naynay genannt. Diese hat nun vor zu heiraten und lädt die Freundin ein, ihre Trauzeugin zu sein, um alter Erinnerungen wegen. Da Naynay eine beinahe perfekte Bewertung hat und alle ihre Gäste auch nur einen Score von über 4 haben, sieht die Protagonistin hierbei ihre Chance des sozialen Aufstiegs. Auf dem Weg zu Naynay geht einiges schief und bevor sie ankommt, ist die Protagonistin nur noch eine 1,3. Obwohl Naynay ihr nun wegen ihres schlechten Rankings absagt und offenbart, dass sie sie nur eingeladen hat, um ihr eigenes Ranking zu verbessern, schleicht die Protagonistin sich auf die Hochzeit. Betrunken und verzweifelt hetzt sie über die Gesellschaft und Naynay her und landet schlussendlich als 0,6 im Gefängnis. Dort trifft sie einen ihr unbekannten Inhaftierten und sie fangen beide an, gelöst von den gesellschaftlichen Zwängen, sich voller Spaß gegenseitig zu beleidigen.

(Quelle: Black Mirror (Fernsehserie))

Dass ein solches Szenario nicht mehr utopisch ist, zeigt »Genosse Big Brother«, ein Bericht des China-Korrespondenten Kai Strittmatter (via @phwampfler).

Wenn auch thematisch anders gelagert, in dem Zusammenhang aber ebenfalls interessant: Das Darknet – Eine Reise in die digitale Unterwelt mit der ehemaligen Londonkorrespondentin Annette Dittert.

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