Monsieur Becker

Schülerinfo

Französisch

Was hat Französisch mit Sport und Musik gemein? Auf den ersten Blick: Nichts. Auf den zweiten Blick: ganz viel. Denn möchte man ein maître – ein Meister – sein, so muss man üben. Ob Judo, Tischtennis, Geige oder Querflöte – Üben macht den Meister. Oder auf Französisch: « C’est en forgeant que l’on devient forgeron. » (›Schmied wird man durchs Schmieden.‹)

So selbstverständlich es für einen Sportler, Musiker oder forgeron (›Schmied‹) ist, regelmäßig zu üben, so selbstverständlich sollte es für dich sein, täglich kleine »Portionen« Vokabeln zu lernen. Nicht mehr als fünf bis sechs Wörter am Tag, doch die kannst du dann sicher. Auf dem Schulweg hin und zurück jeweils zwei Minuten, abends nochmal zwei, drei Minuten. Täglich insgesamt also fünf, maximal zehn Minuten, mehr braucht es nicht, um maître der französischen Sprache zu werden.

Nun zu den wichtigsten Fragen:

Was muss ich können?

In dem Dropboxordner franconuage classe findest du für jede Lektion von À plus ein Kompetenzraster. Darin steht, was du am Ende der Lektion kannst und welche sprachlichen Mittel du dafür brauchst. Durch verschiedene Aufgaben trainieren wir im Unterricht und in den Hausaufgaben diese Fähigkeiten und üben die sprachlichen Mittel ein.

Dein Können kannst du dann in einem Test, einer Klassenarbeit oder in einer DELF-Prüfung beweisen. Wir legen aber auch einen Portfolio-Hefter an: Darin heftest du zum einen Vokabelnetze (sogenannte associogrammes) zu Themen ab, über die du dich schon unterhalten kannst. Zudem gibt es einen dossier-Teil mit Texten, die zeigen, was du bereits kannst.

Übrigens: Im Vokabeltest frage ich in der Regel nicht einzelne Wörter ab, sondern die Beispielsätze aus dem Vokabelverzeichnis. Du findest im Dropboxordner franconuage classe »Vokabellisten zum Üben«, in denen jeder Beispielsatz übersetzt ist.

Was muss ich leisten?

Im gesamten Schuljahr schreiben wir vier Klassenarbeiten. Alle Arbeiten zusammen zählen 70 % der schriftlichen Note. Die restlichen 30 % sind alle Vokabel- und Grammatiktests.

Die mündliche Note setzt sich zusammen aus

In die Gesamtnote gehen die mündliche und die schriftliche Note zu gleichen Teilen ein. Wenn du zwischen zwei Noten stehst, berücksichtige ich unter anderem deine Entwicklung. Im Übrigen: Es reicht nicht aus, sich die letzten Wochen im Schuljahr anzustrengen.

Wie kann ich gut lernen?

Wie schon oben gesagt: Lerne regelmäßig kleine Portionen, das nützt viel mehr als ein superanstrengender mehrstündiger Lernmarathon, nach dem du alles wieder vergisst.

Schreiben lernst du am besten durchs Schreiben, daher ist es wichtig, dass du die Vokabeln, die du lernst, mit einem Stift auf Papier oder zumindest mit dem Finger in die Luft schreibst. Achte dabei besonders auf die Akzente (é, è, ê), die Cédille (ç) sowie auf die Buchstaben, die man nicht hört.

Hören üben kannst du mit der CD, die dem Carnet d’activités beiliegt. Darauf findest du alle Lehrbuchtexte. So kannst du einen Text hören und gleichzeitig lesen, oder nur hören und überlegen, ob du alles verstanden hast. Wenn du in der Oberstufe oder im Wahlpflichtkurs bist, dann kannst du auch gern beim Radiosender RFI die Nachrichtensendung Le journal en français facile hören. Dazu gibt es auch immer ein Sendungsskript, du kannst also das Gehörte mitlesen.

Die Lehrbuchtexte auf der CD im Carnet d’activités eignen sich auch prima, um das Sprechen zu üben. Höre den Text und lies gleichzeitig murmelnd mit. Alternative: Halte nach einem kurzen Abschnitt die CD an und sprich den Text nach. Versuche auch, die Art und Weise, wie gesprochen wird, nachzuahmen.

Lesen üben kannst du zum Beispiel, indem du den Lehrbuchtext wiederholst. Die CD im Carnet d’activités hilft dir bei der richtigen Aussprache. Wenn du gern liest, kannst du dir in der Schulbibliothek auch ein französisches Buch ausleihen. Achte dabei auf das Niveau: A1 empfiehlt sich am Ende der 7. Klasse, A2 nach der achten und B1 ist ab Mitte der 10. Jahrgangsstufe sinnvoll. Lass dich nicht entmutigen, wenn du nicht jedes Wort verstehst, das ist meistens auch gar nicht wichtig, um die Geschichte insgesamt zu verstehen.

Wenn du gemeinsam mit Freundinnen oder Freunden lernst, achtet besonders auf die richtige Schreibweise und Aussprache. Diktiert euch die rechte Spalte im Vokabelteil, in der Beispielsätze stehen. Damit übt ihr lesen, schreiben, sprechen und hören gleichzeitig.

Was brauche ich?

Du brauchst auf jeden Fall

  1. das Lehrbuch,
  2. das Carnet d’activités (Klassen 7 und 8),
  3. einen Französisch-Hefter (Papier liniiert oder kariert),
  4. einen Portfolio-Hefter, in den du Vokabelnetze (associogrammes) und ausgewählte Arbeiten (dossier) einheftest
  5. zum Vokabellernen
    • ein Vokabelheft oder
    • Karteikarten.

Schön wäre, wenn du folgende Sachen hättest:

  1. ein zweisprachiges Wörterbuch. Es sollte nicht kleiner sein als das Pons Schulwörterbuch. Du kannst aber auch gern Onlinewörterbücher wie langenscheidt.de oder pons.de nutzen. Von LEO oder dem Google-Übersetzer kann ich nur abraten.
  2. ein einsprachiges Wörterbuch, insbesondere wenn du in der Oberstufe oder im Wahlpflichtkurs bist. Le petit Robert micro (ca. 16 €) ist sehr gut, denn die Erklärungen sind auch für Lernende gut verständlich. Das Wörterbuch gibt es auch in einer gebundenen Ausgabe, die etwas größer, dafür aber stabiler ist.

Der Verlag bietet zum Lehrbuch viele Zusatzmaterialien: Vokabeltaschenbuch, Grammatikheft, Klassenarbeitstrainer und Lerntagebuch. Die sind zwar nett, aber du wirst auch ohne sie ein maître der französischen Sprache.