Monsieur Becker

Panorama

Julian Treasure: 5 ways to listen better

Mittwoch, 3. August 2011

Julian Treasure spricht bei der Konferenz TED übers Hören und Zuhören.

Via Ulla Keienburg.

Geografie

Nahrungsmittelspekulation

Sonntag, 24. Juli 2011 · ,

Nach 2007/2008 gibt es derzeit eine erneute Nahrungsmittelpreiskrise. Weitere Informationen unter weed-online.org sowie unter fao.org.

Panorama

Mit Verlaub, Herr Peter Hahne, Sie sind …

Samstag, 18. Juni 2011

Letzten Sonntag fragte der ZDF-»Journalist« Peter Hahne in seiner Bild-Zeitungskolumne: »Ist der Unterricht für unsere Lehrer nur störende Unterbrechung ihrer Freizeit?«

Wenn Lehrer über Überlastung und Überforderung klagten, sollten sie bedenken, so Hahne weiter, dass man in keinem Beruf so viel Urlaub und Freizeit habe. »Ob man dort [= zuhause, nach Schulschluss] Hefte korrigiert, Rasen mäht, oder gleich den Riesling entkorkt, kontrolliert keiner.« Er berichtet über einen Berliner Schuldirektor, Jens Großpietsch, der eine Anwesenheitspflicht für Lehrer von 8 bis 16 Uhr fordere. Hahne findet das richtig, schließlich dürfe ein Kfz-Mechaniker »seine Werkstatt auch nicht nach sechs Stunden verlassen, um sich zu Hause ›vorzubereiten‹.« Man beachte die von ihm gesetzten Ironie implizierenden Anführungsstriche um vorzubereiten.

Nun legt Hahne auf seiner ZDF-Seite nach: »Vertragen Lehrer keine Kritik?«. Tenor: Man verdrehe ihn das Wort im Mund, er habe ja nur Großpietschs Position wiedergegeben.

Armer Herr Hahne.

Mir kämen die Tränen und ich bedauerte ihn, wenn er tatsächlich missverstanden worden wäre. Doch: Das wurde er nicht. Er hat in seiner Zeitungskolumne nicht nur eine Position wiederge­geben – er hat ganz billig Klischees bedient. Lehrer sind in seinen Augen stinkend faul und sie haben seeeeehr viel Urlaub. Das Niveau passt nicht nur zur Bildzeitung, sondern auch zu seiner Sendung, die ich schon öfter gesehen habe.

In die Reihe der journalistischen Lowlights wird sich auch die morgige Sendung einreihen, in die auch Schulleiter Jens Großpietsch eingeladen ist.

Um noch auf Herrn Großpietsch einzugehen: Ich kann seiner Position durchaus etwas abgewinnen. Ich würde von 8 Uhr bis 16 Uhr in der Schule sein, wenn ich dort Möglichkeiten hätte, mich ungestört auf meinen Unterricht vorzubereiten, ihn nachzubereiten, Schülerarbeiten zu korrigieren, Schüler- und Elterngespräche zu führen, diverse Konferenzen vorzubereiten, … Und wenn man dann, wie als Kassiererin oder als KFZ-Mechaniker, nach acht Stunden Feierabend hätte. Doch es fehlt an Räumlichkeiten, technischer Ausstattung und nicht zuletzt an Material. Der Staat wäre begeistert, wenn er für all das, was Lehrer derzeit aus der eigenen Tage bezahlen, im vollen Umfang aufkommen müsste.

Im Übrigen: Peter Hahnes Sendung dauert nur 27 Minuten. Die restlichen 10 053 Minuten pro Woche müsste er nach seiner Logik auch nur Freizeit haben. An seinen journalistischen Qualitäten gemessen dürfte das sogar hinkommen.

Panorama

Matheproblem: Betrag

Montag, 30. Mai 2011

Für meine Dissertation über zweisprachige Lernerwörterbücher wage ich mich gerade in die große weite Welt der Mathematik. Und »schon« stoße ich auf ein Problem, genauer gesagt ein Notations­problem: Ich habe in den Wörterbüchern, die ich untersuche, sowie in einem Referenzwörterbuch errechnet, wie viele Seiten die Artikelstrecke A, B, C, D, … umfasst. Jedes Wörterbuch ist da unter­schiedlich umfangreich. Um das besser vergleichen zu können, habe ich die absoluten Zahlen in prozentuale Werte umgewandelt. Wie viele Seiten des Wörterbuchs entfallen auf alle mit A, B, C, D, … beginnenden Wörter.

Nun gucke ich für jede Artikelstrecke und jedes Wörterbuch, inwiefern diese Werte vom Referenz­wörterbuch abweichen. So stellt man fest, dass ein bestimmtes Wörterbuch 31,0 % mehr Seiten zum Buchstaben C hat als das Referenzwörterbuch, beim Buchstaben D sind es hingegen -7,1  %. ies sind für das spezifische Wörterbuch die Werte DC und DD.

Nun will ich errechnen, wie stark ein Wörterbuch durchschnittlich in seiner Seitenverteilung vom Referenzwörterbuch abweicht. Also ein Durchschnitt von DA bis DZ. Damit sich die negativen und positiven Zahlen sich nicht ausgleichen, verwende ich den Betrag der Werte. Die Abweichungen -10 und 10 ergeben im Durchschnitt daher nicht 0, sondern 10.

Nun meine Frage: Wie genau vermerke ich das in der Sigmaschreibweise?

Meine Laufvariable ist n. Sie hat den Startwert DA (erste Buchstabenstrecke eines Wörterbuchs) und den Endwert DZ (letzte Buchstabenstrecke eines Wörterbuchs). Die Funktion ist n, es sollen also alle D (mit den Indizes A bis Z) addiert werden. Doch wo muss der Betragstrich stehen?

Ich bin irgendwie für Option 2, kann aber nicht erklären, warum.

Über Hinweise, ob das richtig oder falsch ist, würde ich mich sehr freuen.

Geografie

Human-Development-Index selbst erstellen

Samstag, 21. Mai 2011 ·

Der Human Development Index (HDI) ist ein von den Vereinten Nationen veröffentlichter Wohl­standsindikator. Er setzt sich aus der Lebenserwartung, der absolvierten Schul- und Ausbildungs­zeit sowie dem Bruttonationaleinkommen (BNE) je Person zusammen.

Die Auswahl dieser Kriterien ist nicht unstrittig. Beispielsweise Nachhaltigkeit, Gleichstellung von Mann und Frau sowie die Verteilung des Einkommens spielen keine Rolle. Doch genau das kann man ändern. Mit dem Do-it-yourself-Index des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP/PNUD). Hier kann man seinen eigenen HDI erstellen, die verschiedenen Kriterien unter­schiedlich gewichten und seinen Entwurf als PDF exportieren. Leider besteht keine Möglichkeit, ihn zwischenzuspeichern, um später Änderungen vorzunehmen.

Da es die Anwendung leider nicht auf Deutsch gibt, habe ich eine kleine Übersetzung der Indikatoren angefertigt (als PDF- oder ODT-Datei)

Geografie & Panorama

Plastic Planet

Mittwoch, 11. Mai 2011

Wir leben im Plastikzeitalter. Wo man in seiner Wohnung hinschaut, überall Kunststoffe. Es ist schon praktisch, was man mit diesem Allrounder alles machen kann. Doch die Kehrseite der Medaille: Plastiktüten »zieren« die Landschaft, in den Ozeanen gibt es sechsmal mehr Plastik als Plankton. Fische sterben mit vollem Magen, Albatrossjunge verenden, da ihre Eltern sie mit Plastikmüll gefüttert haben. Das geht auch noch lange so weiter, schließlich braucht es mehrere Jahrhunderte, bis eine Kunststofftüte vollständig abgebaut ist.

Um eben diese Kehrseite des ungebrochenen Plastikglaubens dreht sich der Film »Plastic Planet« von Werner Boote. Er ist nicht reißerisch, er will sensibilisieren.

Zum Beispiel für den Fakt, dass viele unserer täglichen Lebens­mittel in Plastik eingepackt sind. Jedem, der sich die Mühe macht, Produkte mit dem grünen Punkt gesondert zu recyceln, wird das aufgefallen sein. Was weniger offensichtlich ist: Weichmacher und andere Zusatzstoffe lösen sich aus solchen Verpackungen, gehen in die Nahrung über und werden aufgenommen. So etwas Bisphenol A, das in Polycarbonaten vorkommt. Dieses wurde beispielsweise lange für Babyflaschen verwendet. Bisphenol A wirkt im Körper jedoch wie Östrogen und senkt bei männlichen Personen die Spermienproduktion. Eine Untersuchungsreihe mit unfruchtbaren Paaren hat bei diesen erhöhte Konzentrationen von Stoffen gefunden, die in Kunststoffen enthalten sind.

Der Film bietet interessante Einblicke, die bedenklich stimmen. Entpuppt sich der Plastiksegen als Fluch?

Den Film gibt es beispielsweise bei Amazon auf DVD und Blu-ray in einer (fast) plastikfreien Ökoverpackung, aber auch als traditionell verpackte DVD.

Geografie

Zeitzonen

Montag, 9. Mai 2011 ·

Mit der BBC kann man die Zeitzonen der Welt und einige Kuriositäten drum herum erkunden (via Free Technologies for Teachers).

Eigentlich wollte ich hier ein Video zum US-Bundesstaat Indiana einbetten. Dieser ist in zwei Zeitzonen geteilt. Leider wird trotz des richtigen Codes nicht das richtige Video eingebettet. Im »falschen« Video erfährt man etwas zur Zeit auf der internationalen Raumstation ISS. Auch sehr spannend.

Lehren

Forum Digitales Schulbuch

Samstag, 23. April 2011 ·

Wie könnte das Schulbuch der Zukunft aussehen? Dazu ist im Blog gleich8 nun ein Forum eröffnet.

Geografie & Lehren

TERRA und das Schulbuch der Zukunft

Mittwoch, 6. April 2011 ·

Heute war ich bei einer Infoveranstaltung zur neuen (mittlerweile 5.) Generation des Erdkunde­lehrwerks TERRA. Nun könnte ich schreiben, wie neu, aktuell, optisch ansprechend etc. ich es das Werk aus dem Hause Klett finde, doch das wäre recht uninteressant.

Viel spannender ist der Fakt, dass Steffen Werner, Referent und Koautor, ein Steckenpferd hat: Netzbasiertes Lernen. Wie aus verschiedenen Nebenbemerkungen deutlich wurde, sehen er und der Klettverlag die Zukunft des Schulbuchs durchaus im Internet bzw. im elektronischen Format. Videos, individualisierbare Karten und vieles mehr sind möglich. Bis ein solches E-Schulbuch jedoch Realität wird, vergeht sicherlich noch einige Zeit. Und vermutlich auch die eine oder andere TERRA-Generation.

Nichtsdestoweniger bewegen wir uns in die aus meiner Sicht richtige Richtung, auch wenn die Größe der Schritte hier und da zu wünschen übrig lässt.

Zu dem neuen TERRA wird es keine CD-ROM mehr geben. Die betroffenen Inhalte verschwinden nicht, sie werden in das Internetangebot integriert. Während Letztgenanntes bisher unverdient eher ein Schattendasein führte, wird es nun zum integralen Bestandteil des Medienverbundes ausgebaut. Bei vielen Lehrbuchseiten gibt es einen Online-Link wie auch schon beim Haack-Weltatlas. Online findet man dann unter anderem Vertiefungs- und Übungsmöglichkeiten. Zum Abschluss jedes Themenfeldes gibt es ein neu konzipiertes Trainingsmodul, bei dem man die erworbenen Kompetenzen autoevaluiert. Den passenden Selbsteinschätzungsbogen und auch die Lösungen zu den Aufgaben findet man selbstverständlich online.

Ein weiteres Novum: Das Lehrbuch gibt es auch als PDF. Ob das gut oder schlecht ist, so richtig sicher scheint man sich bei Klett in der Frage noch nicht zu sein. Denn im Katalog wird man das PDF-Angebot vergeblich suchen, man muss sich schon persönlich an den Verlag wenden.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass das neue TERRA noch entfernt vom Schulbuch der Zukunft ist, zumindest wenn man die in verschiedenen Lehrerblogs gezeichneten Szenarien als Ziel ansieht. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass die notwendige technische Ausstattung an vielen Schulen nicht einmal ansatzweise vorhanden ist. Unabhängig davon ist der eingeschlagene Weg richtig und unter den derzeitigen Bedingungen ist TERRA 5 ein modernes, Maßstäbe setzendes Lehrwerk.

Französisch

Wahlen in Frankreich

Sonntag, 27. März 2011

Die in der öffentlichen Wahrnehmung wichtigste Wahl in Frankreich ist die Präsidentschaftswahl (élection présidentielle). Diese Wahl ist so wichtig, da der französische Präsident im Vergleich zum deutschen Pendant eine viel größere Bedeutung im politischen Alltag hat. Erhält ein Kandidat die absolute Mehrheit, so ist er gewählt. Da dies bisher nie gelang, war immer eine zweite Runde, eine Woche später, notwendig. Daran nehmen die beiden Kandidaten, die in der ersten Runde die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnten, teil.

Nicht minder wichtig ist die Wahl zur Nationalversammlung (élections législatives). In den 577 Wahlkreisen (circonscription législative) treten die Kandidaten alle 5 Jahre an, sofern der Präsident die Nationalversammlung nicht vorher auflöst. Erhält ein Kandidat die absolute Mehrheit, die gleichzeitig mindestens 25 % der Wahlberechtigten entspricht, so ist er gewählt. Erreicht kein Kandidat eines Wahlkreises diese Vorgaben, wird ebenfalls eine zweite Runde durchgeführt. An dieser dürfen alle Kandidaten teilnehmen, die mindestens so viele Stimmen wie 12,5 % der Wahlberechtigten erreicht haben. Falls nur ein oder kein Kandidat so viele Stimmen erhalten hat, nehmen die beiden Kandidaten, die in der ersten Runde die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnten, teil.

Bei den Senatswahlen (élections sénatoriales) werden die 348 Senatoren indirekt durch Wahlkollegien (collège électoraux) gewählt. Diese bestehen aus Abgeordneten der Nationalversammlung, des Regionalrats, des Generalrats sowie aus Vertretern, die durch die Gemeinderäte ernannt werden. Die Wahlen finden alle drei Jahre statt, wobei je die Hälfte der Senatoren neu bestimmt wird. Die Amtszeit beträgt also sechs Jahre.

Ebenfalls für sechs Jahre, aber direkt, werden die Mitglieder des Regionalrates gewählt. Für die Regionalratswahlen (élections régionales) werden Parteilisten erstellt, auf der gleich viele Männer wie Frauen stehen müssen. Jene Parteiliste, die die absolute Mehrheit erreicht, erhält ein Viertel der Sitze im Regionalrat als Prämie. Alle anderen Sitze werden proportional auf alle Listen verteilt, die mehr als 5 % erreicht haben. Erreicht keine Parteiliste die absolute Mehrheit, ist eine zweite Runde notwendig. Daran dürfen alle Listen teilnehmen, die mindestens 10 % der Stimmen erhalten haben. Listen, die mehr als 5 %, aber weniger als 10 % erreicht haben, dürfen mit anderen Listen, die ebenfalls mehr als 5 % haben, fusionieren. Wie schon bei der ersten Runde erhält die stärkste Liste ein Viertel der Sitze als Prämie, die restlichen Sitze werden proportional vergeben.

Auf Ebene der Départements finden Generalratswahlen (élections cantonales) statt. In den 4 039 Wahlkreisen (canton) der France métropolitaine werden die Kandidaten wie bei den Wahlen zur Nationalversammlung gewählt: Ein Kandidat ist in der ersten Runde gewählt, wenn er die absolute Mehrheit, die gleichzeitig mindestens 25 % der Wahlberechtigten entspricht, erreicht. Erfüllt kein Kandidat diese Vorgaben, wird ebenfalls eine zweite Runde durchgeführt. An dieser dürfen alle Kandidaten teilnehmen, die mindestens so viele Stimmen wie 12,5 % der Wahlberechtigten erreicht haben. Falls nur ein oder kein Kandidat so viele Stimmen erhalten hat, nehmen die beiden Kandidaten, die in der ersten Runde die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnten, teil.

Ab 2014 werden die Regionalrats- und Generalratswahlen durch Territorialratswahlen (élections territoriales) abgelöst. Diese werden voraussichtlich so wie die Generalratswahlen durchgeführt, wobei die Anzahl der Wahlkreise auf 3 500 reduziert werden soll. Die Gewählten sind dann Mitglieder sowohl in dem Generalrat ihres Départements als auch im Regionalrat ihrer Region.

Im Rahmen der Gemeinderatswahlen (élections cantonales) werden die Kommunalparlamente der 36 682 Gemeinden gewählt. Das konkrete Verfahren ist von der Größe der Gemeinde abhängig.

Bienvenue

Herzlich willkommen auf meinem Blog.

Hier gibt es Beiträge zu allgemeinen Schulthemen, aber auch zu meinen Unterrichtsfächern Geografie und Französisch.

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Themenbereiche: Französisch, Geografie, Lehren, Lernen, Panorama

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