Monsieur Becker

Panorama

Matheproblem: Betrag

Montag, 30. Mai 2011

Für meine Dissertation über zweisprachige Lernerwörterbücher wage ich mich gerade in die große weite Welt der Mathematik. Und »schon« stoße ich auf ein Problem, genauer gesagt ein Notations­problem: Ich habe in den Wörterbüchern, die ich untersuche, sowie in einem Referenzwörterbuch errechnet, wie viele Seiten die Artikelstrecke A, B, C, D, … umfasst. Jedes Wörterbuch ist da unter­schiedlich umfangreich. Um das besser vergleichen zu können, habe ich die absoluten Zahlen in prozentuale Werte umgewandelt. Wie viele Seiten des Wörterbuchs entfallen auf alle mit A, B, C, D, … beginnenden Wörter.

Nun gucke ich für jede Artikelstrecke und jedes Wörterbuch, inwiefern diese Werte vom Referenz­wörterbuch abweichen. So stellt man fest, dass ein bestimmtes Wörterbuch 31,0 % mehr Seiten zum Buchstaben C hat als das Referenzwörterbuch, beim Buchstaben D sind es hingegen -7,1  %. ies sind für das spezifische Wörterbuch die Werte DC und DD.

Nun will ich errechnen, wie stark ein Wörterbuch durchschnittlich in seiner Seitenverteilung vom Referenzwörterbuch abweicht. Also ein Durchschnitt von DA bis DZ. Damit sich die negativen und positiven Zahlen sich nicht ausgleichen, verwende ich den Betrag der Werte. Die Abweichungen -10 und 10 ergeben im Durchschnitt daher nicht 0, sondern 10.

Nun meine Frage: Wie genau vermerke ich das in der Sigmaschreibweise?

Meine Laufvariable ist n. Sie hat den Startwert DA (erste Buchstabenstrecke eines Wörterbuchs) und den Endwert DZ (letzte Buchstabenstrecke eines Wörterbuchs). Die Funktion ist n, es sollen also alle D (mit den Indizes A bis Z) addiert werden. Doch wo muss der Betragstrich stehen?

Ich bin irgendwie für Option 2, kann aber nicht erklären, warum.

Über Hinweise, ob das richtig oder falsch ist, würde ich mich sehr freuen.

Geografie

Human-Development-Index selbst erstellen

Samstag, 21. Mai 2011 ·

Der Human Development Index (HDI) ist ein von den Vereinten Nationen veröffentlichter Wohl­standsindikator. Er setzt sich aus der Lebenserwartung, der absolvierten Schul- und Ausbildungs­zeit sowie dem Bruttonationaleinkommen (BNE) je Person zusammen.

Die Auswahl dieser Kriterien ist nicht unstrittig. Beispielsweise Nachhaltigkeit, Gleichstellung von Mann und Frau sowie die Verteilung des Einkommens spielen keine Rolle. Doch genau das kann man ändern. Mit dem Do-it-yourself-Index des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP/PNUD). Hier kann man seinen eigenen HDI erstellen, die verschiedenen Kriterien unter­schiedlich gewichten und seinen Entwurf als PDF exportieren. Leider besteht keine Möglichkeit, ihn zwischenzuspeichern, um später Änderungen vorzunehmen.

Da es die Anwendung leider nicht auf Deutsch gibt, habe ich eine kleine Übersetzung der Indikatoren angefertigt (als PDF– oder ODT-Datei)

Geografie & Panorama

Plastic Planet

Mittwoch, 11. Mai 2011

Wir leben im Plastikzeitalter. Wo man in seiner Wohnung hinschaut, überall Kunststoffe. Es ist schon praktisch, was man mit diesem Allrounder alles machen kann. Doch die Kehrseite der Medaille: Plastiktüten »zieren« die Landschaft, in den Ozeanen gibt es sechsmal mehr Plastik als Plankton. Fische sterben mit vollem Magen, Albatrossjunge verenden, da ihre Eltern sie mit Plastikmüll gefüttert haben. Das geht auch noch lange so weiter, schließlich braucht es mehrere Jahrhunderte, bis eine Kunststofftüte vollständig abgebaut ist.

Um eben diese Kehrseite des ungebrochenen Plastikglaubens dreht sich der Film »Plastic Planet« von Werner Boote. Er ist nicht reißerisch, er will sensibilisieren.

Zum Beispiel für den Fakt, dass viele unserer täglichen Lebens­mittel in Plastik eingepackt sind. Jedem, der sich die Mühe macht, Produkte mit dem grünen Punkt gesondert zu recyceln, wird das aufgefallen sein. Was weniger offensichtlich ist: Weichmacher und andere Zusatzstoffe lösen sich aus solchen Verpackungen, gehen in die Nahrung über und werden aufgenommen. So etwas Bisphenol A, das in Polycarbonaten vorkommt. Dieses wurde beispielsweise lange für Babyflaschen verwendet. Bisphenol A wirkt im Körper jedoch wie Östrogen und senkt bei männlichen Personen die Spermienproduktion. Eine Untersuchungsreihe mit unfruchtbaren Paaren hat bei diesen erhöhte Konzentrationen von Stoffen gefunden, die in Kunststoffen enthalten sind.

Der Film bietet interessante Einblicke, die bedenklich stimmen. Entpuppt sich der Plastiksegen als Fluch?

Den Film gibt es beispielsweise bei Amazon auf DVD und Blu-ray in einer (fast) plastikfreien Ökoverpackung, aber auch als traditionell verpackte DVD.

Geografie & Lehren

TERRA und das Schulbuch der Zukunft

Mittwoch, 6. April 2011 ·

Heute war ich bei einer Infoveranstaltung zur neuen (mittlerweile 5.) Generation des Erdkunde­lehrwerks TERRA. Nun könnte ich schreiben, wie neu, aktuell, optisch ansprechend etc. ich es das Werk aus dem Hause Klett finde, doch das wäre recht uninteressant.

Viel spannender ist der Fakt, dass Steffen Werner, Referent und Koautor, ein Steckenpferd hat: Netzbasiertes Lernen. Wie aus verschiedenen Nebenbemerkungen deutlich wurde, sehen er und der Klettverlag die Zukunft des Schulbuchs durchaus im Internet bzw. im elektronischen Format. Videos, individualisierbare Karten und vieles mehr sind möglich. Bis ein solches E-Schulbuch jedoch Realität wird, vergeht sicherlich noch einige Zeit. Und vermutlich auch die eine oder andere TERRA-Generation.

Nichtsdestoweniger bewegen wir uns in die aus meiner Sicht richtige Richtung, auch wenn die Größe der Schritte hier und da zu wünschen übrig lässt.

Zu dem neuen TERRA wird es keine CD-ROM mehr geben. Die betroffenen Inhalte verschwinden nicht, sie werden in das Internetangebot integriert. Während Letztgenanntes bisher unverdient eher ein Schattendasein führte, wird es nun zum integralen Bestandteil des Medienverbundes ausgebaut. Bei vielen Lehrbuchseiten gibt es einen Online-Link wie auch schon beim Haack-Weltatlas. Online findet man dann unter anderem Vertiefungs- und Übungsmöglichkeiten. Zum Abschluss jedes Themenfeldes gibt es ein neu konzipiertes Trainingsmodul, bei dem man die erworbenen Kompetenzen autoevaluiert. Den passenden Selbsteinschätzungsbogen und auch die Lösungen zu den Aufgaben findet man selbstverständlich online.

Ein weiteres Novum: Das Lehrbuch gibt es auch als PDF. Ob das gut oder schlecht ist, so richtig sicher scheint man sich bei Klett in der Frage noch nicht zu sein. Denn im Katalog wird man das PDF-Angebot vergeblich suchen, man muss sich schon persönlich an den Verlag wenden.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass das neue TERRA noch entfernt vom Schulbuch der Zukunft ist, zumindest wenn man die in verschiedenen Lehrerblogs gezeichneten Szenarien als Ziel ansieht. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass die notwendige technische Ausstattung an vielen Schulen nicht einmal ansatzweise vorhanden ist. Unabhängig davon ist der eingeschlagene Weg richtig und unter den derzeitigen Bedingungen ist TERRA 5 ein modernes, Maßstäbe setzendes Lehrwerk.

Französisch

Wahlen in Frankreich

Sonntag, 27. März 2011

Die in der öffentlichen Wahrnehmung wichtigste Wahl in Frankreich ist die Präsidentschaftswahl (élection présidentielle). Diese Wahl ist so wichtig, da der französische Präsident im Vergleich zum deutschen Pendant eine viel größere Bedeutung im politischen Alltag hat. Erhält ein Kandidat die absolute Mehrheit, so ist er gewählt. Da dies bisher nie gelang, war immer eine zweite Runde, eine Woche später, notwendig. Daran nehmen die beiden Kandidaten, die in der ersten Runde die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnten, teil.

Nicht minder wichtig ist die Wahl zur Nationalversammlung (élections législatives). In den 577 Wahlkreisen (circonscription législative) treten die Kandidaten alle 5 Jahre an, sofern der Präsident die Nationalversammlung nicht vorher auflöst. Erhält ein Kandidat die absolute Mehrheit, die gleichzeitig mindestens 25 % der Wahlberechtigten entspricht, so ist er gewählt. Erreicht kein Kandidat eines Wahlkreises diese Vorgaben, wird ebenfalls eine zweite Runde durchgeführt. An dieser dürfen alle Kandidaten teilnehmen, die mindestens so viele Stimmen wie 12,5 % der Wahlberechtigten erreicht haben. Falls nur ein oder kein Kandidat so viele Stimmen erhalten hat, nehmen die beiden Kandidaten, die in der ersten Runde die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnten, teil.

Bei den Senatswahlen (élections sénatoriales) werden die 348 Senatoren indirekt durch Wahlkollegien (collège électoraux) gewählt. Diese bestehen aus Abgeordneten der Nationalversammlung, des Regionalrats, des Generalrats sowie aus Vertretern, die durch die Gemeinderäte ernannt werden. Die Wahlen finden alle drei Jahre statt, wobei je die Hälfte der Senatoren neu bestimmt wird. Die Amtszeit beträgt also sechs Jahre.

Ebenfalls für sechs Jahre, aber direkt, werden die Mitglieder des Regionalrates gewählt. Für die Regionalratswahlen (élections régionales) werden Parteilisten erstellt, auf der gleich viele Männer wie Frauen stehen müssen. Jene Parteiliste, die die absolute Mehrheit erreicht, erhält ein Viertel der Sitze im Regionalrat als Prämie. Alle anderen Sitze werden proportional auf alle Listen verteilt, die mehr als 5 % erreicht haben. Erreicht keine Parteiliste die absolute Mehrheit, ist eine zweite Runde notwendig. Daran dürfen alle Listen teilnehmen, die mindestens 10 % der Stimmen erhalten haben. Listen, die mehr als 5 %, aber weniger als 10 % erreicht haben, dürfen mit anderen Listen, die ebenfalls mehr als 5 % haben, fusionieren. Wie schon bei der ersten Runde erhält die stärkste Liste ein Viertel der Sitze als Prämie, die restlichen Sitze werden proportional vergeben.

Auf Ebene der Départements finden Generalratswahlen (élections cantonales) statt. In den 4 039 Wahlkreisen (canton) der France métropolitaine werden die Kandidaten wie bei den Wahlen zur Nationalversammlung gewählt: Ein Kandidat ist in der ersten Runde gewählt, wenn er die absolute Mehrheit, die gleichzeitig mindestens 25 % der Wahlberechtigten entspricht, erreicht. Erfüllt kein Kandidat diese Vorgaben, wird ebenfalls eine zweite Runde durchgeführt. An dieser dürfen alle Kandidaten teilnehmen, die mindestens so viele Stimmen wie 12,5 % der Wahlberechtigten erreicht haben. Falls nur ein oder kein Kandidat so viele Stimmen erhalten hat, nehmen die beiden Kandidaten, die in der ersten Runde die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnten, teil.

Ab 2014 werden die Regionalrats- und Generalratswahlen durch Territorialratswahlen (élections territoriales) abgelöst. Diese werden voraussichtlich so wie die Generalratswahlen durchgeführt, wobei die Anzahl der Wahlkreise auf 3 500 reduziert werden soll. Die Gewählten sind dann Mitglieder sowohl in dem Generalrat ihres Départements als auch im Regionalrat ihrer Region.

Im Rahmen der Gemeinderatswahlen (élections cantonales) werden die Kommunalparlamente der 36 682 Gemeinden gewählt. Das konkrete Verfahren ist von der Größe der Gemeinde abhängig.

Panorama

Der Fall »Bologna«

Montag, 28. Februar 2011 ·

Dies ist ein Beitrag des Blogthemas »Bildungsdynamik der modernen Welt«.

Im letzten Beitrag wurden die »World Cultural Blueprints of Development« vorgestellt. Als Blaupause lässt sich dieses Schema auch auf den Bologna-Prozess übertragen, wie im folgenden aufgezeigt werden soll.

Der Anstoß für den Bologna-Prozess geht auf die Bildungsminister Claude Allègre (Frankreich), Luigi Berlinguer (Italien) und Jürgen Rüttgers (Deutschland) zurück, die sich von der »G8 of research«, ein informelles Netzwerk der Carnegie Corporation, kannten. Sie nahmen aus diplomatischen Gründen noch die britische Staatsministerin für Hochschule Tessa Blackstone hinzu.

Alle vier Minister veröffentlichten im Mai 1998 im Rahmen der 800-Jahr-Feier der Pariser Universität die Sorbonne-Deklaration: eine Erklärung über die Harmonisierung der Architektur des europä­ischen Hochschulsystems. Ihr Ziel war es, teils massive nationale Probleme in den Hochschulen zu lösen. So gibt es in Frankreich eine Zweiteilung des Hochschulwesens in schlecht ausgestattete Massenuniversitäten und die elitären Grandes Écoles, die wiederum keine internationale Strahlkraft haben. In Italien hingegen hat die Studienabbrecherquote ein so großes Ausmaß erreicht, dass man schon von mortalità universitaria sprach. Die Lösung dieser Probleme stieß hingegen auf Widerstände, zu deren Bewältigung die Bildungsminister Europa und die damit verbundene Fortschrittsidee zur Legitimationsinstanz machten.

Es wurde ein Memorandum erarbeitet: »Für ein europäisches Hochschulmodell«. Darin verstän­digte man sich auf ein imaginäres angelsächsisches Modell (3 Jahre Bachelor, 2 Jahre Master, 3 Jahre Promotion). Die Unterschiede zwischen den Hochschulsystemen sollten ausgeglichen werden. Ein gemeinsames System von Abschlüssen solle die Institutionen erst zur Annäherung bewegen, irgendwann zur Fusion.

All dies mündete 1999 in die Bologna-Deklaration mit dem Ziel der Harmonisierung. Bologna ist demnach keine Neuigkeit, sondern eine Forführung, eine Präzisierung des Bisherigen, ein Schritt zur Institutionalisierung des europäischen Hochschulmodells. Bologna ist eine Beschwörung der Diversität der europäischen Hochschulsysteme einerseits, aber auch eine Forderung nach Qualitätssicherung des europäischen Hochschulsystems andererseits.

Wie aufgezeigt wurde, lassen sozial-kommunikative Prozesse die Programmatik entstehen und sorgen für deren Verbreitung. Sie sind sozial, weil sie von bestimmten Trägern (Organisationen, Experten, soziale Bewegungen, Experten) vorangetrieben werden. Und sie sind kommunikativ, weil sie auf Konferenzen, Kongressen und Publikationen basieren; man spricht auch von einem »Konferenz – Deklaration – Nationaler Plan«-Zyklus.

Durch den Bologna-Prozess entstand eine »European Cultural Blueprint of Higher Education«. Die Umsetzung dieser Blaupause ist eine kontextspezifische Aneignung, das heißt, dass Bologna nicht überall gleich umgesetzt wurde und wird. Es findet eine Rekontextualisierung statt: Die Programmatik tritt in einen bereits existierenden Kontext ein und wird rekontextualisiert, also von dem existierenden Hochschulwesen überformt. Zudem richtet sich die Politik bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses nach internen Vorgaben. Beispiele für solche Einflussfaktoren sind unter anderem unterschiedliche Rechts- und Verfassungstraditionen sowie das unterschiedliche Selbstverständnis von Universitäten.

Panorama

Träger und Mechanismen globaler Dissemination

Montag, 21. Februar 2011 ·

Dies ist ein Beitrag des Blogthemas »Bildungsdynamik der modernen Welt«.

Es gibt verschiedene Formen und Träger der weltweiten Ausbreitung, der Globalisierung. Für die Dissemination der Weltentwicklungs- und -bildungsprogrammatik hingegen spielen internationale Organisationen eine entscheidene Rolle.

Bevor wir auf die Rolle der internationalen Organisationen eingehen wollen, sei ein kurzer Überblick über Formen und Träger der Globalisierung in einer historisch orientierten Abfolge gestattet:

  1. Kulturbegegnungen jeglicher Art (auf gleicher Augenhöhe)
  2. Kriege und koloniale Expansion (bei Niederlage gab es immer eine tiefgreifende Reform des Bildungssystems im unterliegenden Staat)
  3. internationales Staaten-System: »Zwang«, »Imitation«, »normativer Druck«
  4. Referenzgesellschaften (lösen sich ab: in den 1970er Jahren war in Sachen Bildung Schweden Referenzgesellschaft, jetzt ist es eher Finnland)
  5. Reisen – Missionen – Netzwerke
  6. Personenzirkluation (Missionare, Händler, Studenten, Austausch, Stipendienprogramme)
  7. Expertenzirkulation
  8. internationale Regierungs- und Nichtregierungsorganisation: Vermittler bestimmter accounts, rules, ideologies

Rolle internationaler Organisationen

Internationale Organisationen spielen im Neo-Institutionalismus eine entscheidende Rolle. Einer These zufolge wurden die Referenzgesellschaften vom Handeln der internationalen Organisationen abgelöst.

Diese These untersuchte Colette Chabbott in ihrem Buch »Constructing education for development«. Ihre Kernidee: Bildung bzw. Erziehung entsteht nicht von selbst, sondern wird geschaffen. Chabbott untersuchte dazu Weltentwicklungskonferenzen und deren Ergebnisse. Sie kam zu dem Ergebnis, dass auf den Kongressen (soziale und kommunikative Treffen) Deklarationen erarbeitet und verabschiedet werden, die normative Regeln enthalten. Auf diese Weise wird die Weltbildungsprogrammatik aufgebaut.

Die Durchsetzung der Programmatiken erfolgt nach einem bestimmten Schema, das als Blaupause bezeichnet wird: »World Cultural Blueprints of Development«. Auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene gibt es Organisationen. Sie bilden ein mehrfach gestuftes, aber miteinander verbundenes System von Organisationen zur Weitergabe der Programmatik. Die Weitergabe erfolgt durch Konferenzen, Deklarationen und konkrete Handlungsprogramme (ideologies).

Die Grafik kann auf verschiedene Themen übertragen werden, etwa auf den Bologna-Prozess. Durch eine internationale Deklaration und verschiedene Nachfolgekonferenzen entstand, wie im folgenden Beitrag der Serie dargestellt wird, die »European Cultural Blueprint of Higher Education«.