Monsieur Becker

Französisch & Lehren

Was muss man für A1/A2/B1/B2 können?

Freitag, 10. Mai 2013 – 9:50 Uhr

Der Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen (GeR) definiert für unterschiedliche Teilaspekte der Kommunikation jeweils sechs Niveaus:

  • elementare Sprachverwendung: A1 und A2
  • selbstständige Sprachverwendung: B1 und B2
  • kompetente Sprachverwendung: C1 und C2

Die Darstellung im Referenzrahmen orientiert sich an den Teilaspekten, nicht an den Niveaus. Wenn man wissen möchte, was man für eine bestimmte Niveaustufe können muss, muss man systematisch den Referenzrahmen durchkämmen. Das Centre international d’études pédagogiques, das sich für das französische Sprachdiplom DELF verantwortlich zeichnet, hat sich diese Mühe gemacht und für A1 bis B2 niveaubezogene Deskriptorenübersichten zusammengestellt: A1, A2, B1 und B2.

Eine entsprechende Übersicht in Deutsch ist mir nicht bekannt. Da sie mir dennoch sehr nützlich erscheint, habe ich einfach die deutsche Ausgabe des GeR durchforstet, hier die Ergebnisse:

Für die Schülerhand eignen sich diese Übersichten weniger, schließlich sind die Deskriptoren relativ abstrakt formuliert.

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Panorama

Das 20.000-€-Ding

Mittwoch, 24. April 2013 – 23:55 Uhr

An meiner Schule wird im kommenden Schuljahr ein Lehrmittelfonds eingerichtet. In dem Zusammenhang entstanden Überlegungen, das etwa sieben Jahre alte Französischlehrwerk zu erneuern, vielleicht erst zum übernächsten Schuljahr.

Doch was kostet das eigentlich?

Vom 1. Band benötigen wir drei Klassensätze (Französisch als zweite Fremdsprache), von den Bänden 2, 3 und 4 dreieinhalb Sätze (Französisch als erste und zweite Fremdsprache), das entspricht bei 32 Schülerinnen und Schülern pro Klasse 96 bzw. 112 Exemplaren. Schülerbuch (À plus: 16,95 €, Découvertes: 17,95 €) und Grammatikheft (7,95 €, 6,5 €) müssen einmalig erworben werden, das Arbeitsheft (9,95 €, 8,50 €) jährlich.

Durch die Menge gibt es, sofern die Schule selbst bestellt, 10 % Rabatt bei mehr als 25 Exemplaren und 12 % Rabatt bei mehr als 100 Exemplaren.

Entscheidete man sich für das neue À plus von Cornelsen, bezahlt man

  • rund 9.520 € für die Schulbücher und Grammatikhefte,
  • rund 9.330 € für die Arbeitshefte innerhalb der vier Jahre Einführung,
  • ab dem 5. Jahr jährlich rund 3.800 € für die Arbeitshefte.

Découvertes von Klett kostet

  • rund 9.350 € für die Schulbücher und Grammatikhefte,
  • rund 7.970 € für die Arbeitshefte innerhalb der vier Jahre Einführung,
  • ab dem 5. Jahr jährlich 3.250 € für die Arbeitshefte.

Summa summarum kostet die Einführung von À plus 18.850 €, Découvertes ist mit 17.320 € etwa 8 % preiswerter. Die jährlich neu zu kaufenden Hefte liegen bei rund 3.800 € bzw. 3.250 €.

Bei diesen hohen Summen ist es kein Wunder, dass einen die Verlage mit Gratismaterialien bedenken. Ganz uneigennützig natürlich.

Update vom 3. Mai 2013: Bei einer ersten Rechnung habe ich für À plus die Hardcover-Ausgabe (18,95 €) anstelle der kartonierten Ausgabe (16,95 €) angesetzt. Dies ist nun korrigiert.

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Geografie

The Difference between the United Kingdom, Great Britain and England

Montag, 26. November 2012 – 23:32 Uhr

Vor Kurzem bin ich auf die Youtube-Videos von C. G. P. Grey, einem Lehrer aus London, gestoßen. Aus Geografensicht ist vor allem das Video über den Unterschied zwischen dem Vereinigten Königreich, Großbritannien und England interessant.

Bei den anderen, ebenfalls sehr kurzweiligen Videos in seinem Youtube-Kanal kommen vor allem Anglophile auf ihre Kosten. Grey erklärt beispielsweise den Unterschied zwischen London und der City of London, wie das britische und das US-Wahlsystem funktionieren und warum 2012 doch kein Weltuntergang stattfinden wird. Hinzuschaltbare Untertexte verbessern das Verstehen erheblich.

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Französisch

La qualité allemande

Samstag, 3. November 2012 – 8:56 Uhr

Ein (sprachlich wenig) französischer Werbespot der deutschen Automarke Opel:

Und die ironische Replik des französischen Konkurrenten Renault:

Amüsant.

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Französisch & Lehren

Bildungsstandards für das Abitur

Dienstag, 23. Oktober 2012 – 21:16 Uhr

Vor wenigen Tagen ging die Meldung durch die Presse, dass die Kultusministerkonferenz (KMK) jetzt einheitliche Maßstäbe im Abitur setzen. Nun ja, dieser Tenor war reichlich übertrieben, schließlich gab es vor den neuen Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife bereits die Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung, kurz EPA, die auch kompetenz- und outputorientiert waren.

Wie schon bei den Bildungsstandards für den Haupt- und Mittleren Schulabschluss privilegiert die KMK einige Fächer, namentlich Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik. Als nächstes werden möglicherweise Biologie, Chemie und Physik folgen. Für all diese Fächer gibt es seit 2004 Bildungsstandards für den Hauptschulabschluss und den MSA.

Es stellt sich die Frage, was mit all den anderen Fächern ist, neben diversen Sprachen zum Beispiel Geografie, Musik, Kunst, Geschichte, Ethik. Sind sie unwichtig? Leisten sie keinen Beitrag zu Bildung und Kompetenzentwicklung?

Die Deutsche Gesellschaft für Geographie hat ihrem (und meinem) Fach MSA-Bildungsstandards gegeben. Das Ziel: Geografie soll nicht noch weiter in der Bedeutungslosigkeit versinken. Denn das Fach, dessen Gegenstand die unser Leben prägenden Probleme wie Nachhaltigkeit, Klimawandel, Ressourcen, Globalisierung, Naturkatastrophen etc. sind, wird in vielen Bundesländern einstündig unterricht. Streichte man eine weitere Stunde, gäbe es keine Geografie mehr.

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Französisch & Geografie

umweltbewusst sein vs. umweltbewusst handeln

Samstag, 13. Oktober 2012 – 12:42 Uhr

Den Infofenstern im Film ist zu entnehmen:

  • Jedes Jahr werden 671 Mio. kg Plastik in der Welt hergestellt.
  • Jedes Jahr werden 400 Mio. Pfandflaschen in Québec nicht recycelt.
  • 18 000 Plastikteilchen schwimmen auf jedem Quadratkilometer des Ozeans.
  • 91 % der Québecer sorgen sich um die Umwelt? Und du?

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Französisch

Mehrsprachigkeit – am Gymnasium unnötig?

Samstag, 22. September 2012 – 21:39 Uhr

Eines der Prinzipien des modernen Fremdsprachenunterrichts ist Mehrsprachigkeit. Das bedeutet, dass wir bei der Vermittlung und dem Erwerb einer Fremdsprache gezielt Lernsynergien nutzen. So bedienen wir uns bei beispielsweise der Vermittlung der französischen Sprache nicht nur des Deutschen, sondern knüpfen auch an Fremdsprachen wie Englisch sowie an nichtdeutsche Muttersprachen der Schülerinnen und Schüler an.

Natürlich ist das Prinzip auch in modernen Lehrbüchern vertreten, so etwa in den Klett-Werken Découvertes und Tous ensemble, die beide in diesem Jahr in neuen Ausgaben unter das Volk gebracht werden. Pikant daran: Beim Gymnasiallehrwerk (Découvertes) greift man, wenn überhaupt, auf Englisch zurück, beim Lehrbuch für die restlichen Oberschultypen (Tous ensemble) auf Englisch, Russisch und Türkisch.

Da stellt sich doch die Frage: Geht der Klett-Verlag davon aus, dass Schülerinnen und Schüler mit Russisch oder Türkisch nicht aufs Gymnasium gehen? Angesichts der Inkonsequenz in Découvertes: Haben Gymnasiastinnen und Gymnasiasten keinen Bedarf an expliziter Mehrsprachigkeit?

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Lehren

nutzlose Höraufgabe?

Samstag, 26. Mai 2012 – 14:41 Uhr

Ich habe eine kürzlich geschriebene Klassenarbeit mal in Anflügen statistisch ausgewertet, schließlich soll das Erziehungswissenschaftenmodul M2 (Diagnostik, Rückmeldung und Evaluation) nicht umsonst gewesen sein.

Heraus kam eine Überraschung: Beim Hörtext gab es sechs Punkte, durchschnittlich wurden 4,15 erreicht. Der Itemmittelwert liegt bei 0,69. Null würde bedeuten, dass niemand die Aufgabe richtig hätte, eins, dass alle SuS alles richtig haben. Das eigentlich Interessante ist jedoch die Trennschärfe bzw. die Item-Test-Korrelation. Sie liegt für die Höraufgabe bei 0,08. Ein Wert von 1 bedeutet, dass die SuS, die diese Aufgabe sehr gut bewältigt haben, eine gute Arbeit geschrieben haben und dass die SuS, die diese Aufgabe nicht konnten, auch insgesamt nicht gut abgeschnitten haben. Doch wie der Wert von 0,08 es bereits vermuten lässt: Bei der Höraufgabe gibt es so gut wie keinen Zusammenhang mit dem Gesamtergebnis.

In einem Intelligenztest müsste die Aufgabe herausgenommen werden, denn sie ist offenbar schlicht nutzlos. In einer Klassenarbeit hingegen deckt sie neben Lesen, Schreiben und Sprachmittlung einen anderen Kompetenzbereich ab, insofern ist sie durchaus berechtigt.

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Panorama

Wichtigkeit von DaZ

Montag, 30. April 2012 – 23:26 Uhr

Durch einen Google+-Beitrag von Markus Trapp bin ich auf das Data Journalism Handbook gestoßen, darin ein Beitrag, wie man Daten findet. Unter anderem: Wenn man in der Google-Suche »filetype:XLS« eingibt, beschränkt sich die Suche auf XLS-Dateien. Viele haben das sicherlich schon gewusst, ich bisher nicht.

Da probieren über studieren geht, habe ich gleich mal nach Anzahl der Schüler im Land Berlin gesucht. Google bot mir die Statistik OT_B1.1 des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg. Daraus habe ich mir den Aspekt Schüler(innen) mit nicht-deutscher Herkunftssprache rausgepickt und als Diagramm dargestellt:

(PDF aufrufen)

Quintessenz: Während im Schuljahr 1996/1997 jeder sechste Schüler in Berlin nicht-deutscher Herkunftssprache war, war es zu Beginn dieses Schuljahren jeder Dritte. Kein Wunder, dass Deutsch als Zweitsprache, kurz DaZ, fester Bestandteil in der (Berliner) Lehrerausbildung geworden ist.

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Französisch & Lehren

Buchwechsel mit Folgen

Freitag, 20. April 2012 – 23:16 Uhr

In Berlin wechseln die Schülerinnen und Schüler in der Regel erst nach der sechsten Klasse von der Grundschule auf eine weiterführende Schule. Eine neue Schule, das heißt fast immer neue Lehrwerke, auch in der ersten Fremdsprache.

Den Französischmarkt haben sich die beiden Platzhirsche Découvertes (Klett) und À plus ! (Cornelsen) untereinander aufgeteilt. Trotz der fünfzigprozentigen Chance, an der weiterführenden Schule mit dem gleichen Lehrwerk zu arbeiten, gibt es viele Schülerinnen und Schüler, die sich umstellen müssen. Dabei geht es um viel mehr als nur um die Lehrwerkspersonen bzw. den Handlungsort.

Wenn man die Wörterverzeichnisabschnitte A und B in beiden Werken, die in diesem Jahr neu aufgelegt wurden, vergleicht, kann man Folgendes feststellen: In Découvertes kommen 81 Einträge vor, in À plus 106. Die Schnittmenge beträgt gerade einmal 41 Einträge.

Auf das gesamte Verzeichnis hochgerechnet kommt man auf rund 580 Einträge im neuen Découvertes und auf 640 Einträge im neuen À plus. Die Schnittmenge liegt (hochgerechnet) bei rund 270 Einträgen. Das bedeutet: Wer in der Grundschule mit dem Klettbuch arbeitet, am Gymnasium jedoch mit Cornelsen, dem fehlen 370 Einträge, umgekehrt sind es »nur« 310.

Dieser Fakt stellt enorme Anforderungen an die Binnendifferenzierung in Klassenstufe 7. Oder an die Arbeit in der Grundschule. Vielleicht sollte man bereits dort darauf achten, Wortschatz aus beiden Lehrwerken, in der Summe 950 (statt 580 bzw. 640) Einträge, zu vermitteln. Trotz vier Lernjahren keine leichte Aufgabe.

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Themenbereiche: Französisch, Geografie, Lehren, Lernen, Panorama

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