Monsieur Becker

Allgemein

cahier de français

Dienstag, 19. Juli 2016

Vor zwei Jahren habe ich hier im Blog über Kompetenzraster geschrieben (Lernintention und Erfolgskriterien, Beispielkompetenzraster zu Découvertes (alt) und À plus (nouvelle édition)). Seitdem nutze ich sie im Französischunterricht immer mal wieder. Derzeit bin ich noch etwas unzufrieden, da ich die Raster gern farbig gestalten, oder zumindest auf farbigen Papier kopieren würde, schon allein aus motivationalen Gründen. Dies ist jedoch mit Investitionen verbunden, die ich auf die Dauer nur ungern selbst tragen möchte.

Ein weiterer Stapel an Kopien, die ich produziere, sind Wortschatzübersichten, die die Schülerinnen und Schüler erhalten, um davon ausgehend sogenannte associogrammes zu gestalten. Das sind individuell strukturierte Wortschatzübersichten, die unterrichtsbegleitend in Vorbereitung auf eine Klassenarbeit erstellt werden. Zudem sind sie gerade für Leute mit begrenztem Lerneifer eine Gelegenheit, mit überschaubarem Aufand gute Note zu bekommen (auch wenn diese als Teil der sonstigen Noten im Bereich »Mündlich« nicht übermäßig gewichtet werden).

Um den Kopien ein Ende zu bereiten, bzw. um sie zumindest zu reduzieren, habe ich mich in Erinnerung an Herrn Emrichs Beitrag entschlossen, ein zwanzigseitiges cahier de français zu konzipieren.


PDF-Datei

Französisch beginnen wir bei uns in der 7. Klasse, daher ziert »5e« das Cover. Das Umschlagfoto stammt, wie auf Seite 3 angegeben, von Aloïs Peiffer (Quelle).

Das cahier enthält:

  1. Infos zum Lernen (Recycling meiner Infoseite)
  2. Erklärung der associogrammes und des dossiers
  3. Wortschatz für die associogrammes, gegliedert nach Unités und Themen, zudem ist relevante Grammatik eingestreut (die Grammatik hat eher einen Übersichts- als einen erklärenden Charakter). Hier veröffentliche ich nur einen Auszug aus diesem Abschnitt.
  4. Kompetenzraster für jede Unité
  5. Übersicht über kleine Wörter
  6. Le français en classe (Klassenraumfranzösisch)
  7. Liste des verbes (Gliederung der Verben nach Unité)
  8. Pense-bête zur Konjugation
  9. Info zu DELF

Ich werde das cahier einfach mal drucken lassen (Umschlag mit festerem Bilderdruckpapier, Innenteil mit besser beschreibbarem Offseitpapier) und im Unterrichtsalltag erproben. Ich bin gespannt.

Französisch & Geografie

Le vieux Paris

Mittwoch, 10. Februar 2016


(Screenshot von Histoire du bâti Parisien)

Wie man Daten aus verschiedenen Quellen interessant kombinieren und damit eine räumlich-geschichtliche Enwicklung darstellen kann, beweist das Projekt »Histoire du bâti Parisien« von @comeetie. Dort kann man, nachdem man auf »Commencer« geklickt hat, sich zum Beispiel Gebäude anzeigen lassen, die schon vor über 200 Jahren standen (siehe Bild).

Eine Hauptbauphase war im Zeitraum von 1851 bis 1914, als besonders Georges-Eugène Haussmann das Stadtbild Paris’ prägte.

Panorama

Warum ich Perspective Daily unterstütze

Samstag, 6. Februar 2016

Neben Exekutive, Legislative und Judikative gibt es […] die Medien, die zwar keine eigene Gewalt zur Änderung der Politik oder zur Ahndung von Machtmissbrauch besitzen, aber durch Berichterstattung und öffentliche Diskussion das politische Geschehen beeinflussen können. (Quelle)

In Zeiten, in denen Artikel mit reißerischen Überschriften in Klickstrecken zerstückelt werden, jedes Gerücht als Eilmeldung in die Welt gesetzt wird und sich allernorts die gleichen Meldungen der Nachrichtenagenturen finden, hat man den Eindruck, dass Medien teilweise nicht mehr ihrer Funktion nachkommen. Verantwortlich dafür sei, so liest man immer wieder, die Kostenlosmentalität im Internet, sodass man von Klicks geradezu abhängig sei, um Werbung verkaufen zu können. Was polarisiert wird geklickt und lässt sich monetarisieren. Algorithmen, die bei Facebook die Timeline bestücken, oder wie sie bei Twitter eventuell erwogen werden, begünstigen die Fokussierung auf Polarisierendes.

Um aus diesem Hamsterrad von Eilmeldungen und Klicks auszubrechen, gibt es verschiedene Versuche.

Im Jahr 2014 starteten die Krautreporter (@krautreporter). Ich war bei der Crowdfundingkampagne dabei und wurde im Nachhinein enttäuscht, denn inhaltlich und vor allem technisch sprach mich die Umsetzung gar nicht an. Auch in der Kommunikation lief meines Erachtens vieles nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte, sodass ich mein Abo nicht verlängert habe.

Seit 2014 unterstütze ich CORRECT!V (@correctiv_org), „das erste gemeinnützige Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum“, das sich an Vorbildern wie De Correspondent orientiert. Zwar kann ich mit der Art des Bookzines nicht so richtig etwas anfangen, jedoch finde ich den Ansatz, zu vielfältigen Themen zu recherchieren und mit Medienpartnern zusammenzuarbeiten, sehr spannend. Reportagen, die mich besonders ansprechen, habe ich gepinboarded.

Einen anderen Ansatz versucht nun Perspective Daily (@PDmedien), konstruktiver Journalismus ist ihr Ziel. In fünf Beiträgen die Woche sollen nicht nur Probleme, sondern auch Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. „Dafür arbeiten [die Macher] mit neugierigen und engagierten Autoren, die Fachwissen und Leidenschaft vereinen. Dazu kommen kluge Köpfe, Visionäre und Querdenker aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.“ Der Twitterhashtag lautet gänzlich unbescheiden: #zeigenwasgeht. Ich, ich will sehen, was geht, daher bin ich Mitglied Nr. 2288 geworden. Fast 4000 Menschen haben sich ebenfalls dafür entschieden, bis zum 21. Februar fehlen aber noch knapp 8100, die bereit sind, das Vorhaben mit 42 € zu unterstützen. Einen Versuch ist es wert.

Geografie

Blizzard

Samstag, 23. Januar 2016

An diesem Wochenende kommt das öffentliche Leben an der US-amerikanischen Ostküste zum Erliegen. Der Grund ist auf der folgenden Karte zu sehen, die eine Momentaufnahme von earth.nullschool.net (@cambecc) darstellt.

Auf der Karte erkennt man gut das Tiegdruckgebiet über dem Raum Waschington, D.C. Es dreht sich wie alle Tiefdruckgebiete auf der Nordhalbkugel entgegen dem Uhrzeigersinn und schaufelt Kaltluft aus Kanada über die Großen Seen bis nach Nordflorida. Dadurch bildet sich ein starker Schneesturm, auch Blizzard genannt:

Ein Blizzard entsteht infolge eines kräftigen Kaltlufteinbruchs aus Richtung der Polarregionen. Dabei dringt die polare Kaltluft in Tiefdruckgebieten bis weit nach Süden vor, da auf dem nordamerikanischen Kontinent keine in Ost-West-Richtung verlaufenden Gebirge existieren. (Quelle)

Geografie

400 Bäume pflanzen

Sonntag, 17. Januar 2016 ·

Rund drei Billionen Bäume gibt es auf der Erde, so eine Veröffentlichung in nature. 1,39 Billionen davon stehen in tropischen und subtropischen Wäldern, 740 Milliarden in borealen Wäldern und 610 Milliarden in der gemäßigten Zone.

Drei Billionen Bäume, eine ziemlich gute Nachricht.

Die schlechte Nachricht ist, dass insgesamt fast drei Billionen Bäume gefällt wurden, seit der Mensch in der Lage ist die Axt zu schwingen. Das klingt nach sehr viel, aber wenn wir diese Zahl durch die Anzahl von Menschen auf der Erde teilen, dann stellt sich heraus, dass jedem nur 400 Bäume fehlen, um die Verluste wieder auszugleichen. (Quelle)

Und genau diesem Ziel des Ausgleichs widmet sich das Projekt 400Trees.org, das von der Doktorandin Laura Kehoe gegründet wurde. Die gebürtige Irin arbeitet seit 2012 am Lehrstuhl für Biogeografie der Humboldt-Universität zu Berlin.

Auf Ihrer Projektseite sammelt Sie Geld, das an die US-amerikanische Nichtregierungsorganisation trees.org weitergeleitet wird. Das Pflanzen eines Baumes kostet 10 Cent, »seine« 400 fehlenden Bäume zu pflanzen also 40 US-Dollar.

Zugegeben, 400 Bäume pro Erdbewohnerin und Erdbewohner sind ziemlich plakativ, zumal wir in den westlichen Ländern durch unseren Lebensstil einiges mehr zur Abholzung beigetragen haben und aktuell beitragen. Dennoch ist dieses niedrigschwellige Angebot ein Schritt in die richtige Richtung.

(Pressemitteilung der HU-Berlin)

Geografie

Rotation der Planeten

Samstag, 9. Januar 2016 · ,

Die Erde bewegt sich,

  • um die Sonne,
  • um einen gemeinsamen Schwerpunkt mit dem Mond (Baryzentrum) und
  • um sich selbst (Rotation).

Letzens kam im Unterricht die Frage auf, warum die Rotationsachse schräg steht. Den genauen Grund dafür konnte ich noch nicht ausmachen, aber ich bin auf einige interessante Dinge gestoßen.

Wenn man aus der Umlaufbahn der Erde um die Sonne eine Ebene bildet, dann steht die Rotationsachse zu dieser Ebene nicht im 90°-Winkel, sondern ist um 23° 27′ verschoben. Im gleichen Winkel schneidet der Äquator die Ebene.

Von »oben« betrachtet rotiert die Erde entgegen dem Uhrzeigersinn (rechtläufig, prograd). Die meisten Planeten in unserem Sonnensystem verhalten sich ähnlich. Die Venus und der Uranus sind hier Ausnahmen, sie drehen sich im Uhrzeigersinn (rückläufig, retrograd). Die Bezeichnung der Rotationsrichtung ist dabei abhängig vom jeweiligen Nordpol.

Die Achsneigung hingegen berechnet sich nach der prograden Rotation. Bei einer Achseneigung von 0° stünde der Rotationsachse im Winkel von 90° zur Planetenbahn. Die Venus hat eine Achsneigung von 177,36°, steht also mit Hinblick auf eine rechtläufige Rotation fast auf dem Kopf. Natürlich befindet sich der Nordpol der Venus auf der gleichen Seite der Bahnebene wie der Nordpol der Erde.

Noch interessanter ist der Uranus. Seine Achsneigung beträgt 97,77°. Auf die Erde übertragen ergäbe sich ein völlig anderes Bild unserer Welt. In dem Bereich zwischen 7,77° N bzw. S und dem jeweiligen Pol ginge mindestens einmal im Jahr nicht die Sonne auf respektive unter. Bei uns in Deutschland gäbe es im Winter deutlich mehr Polarnächte und Sommer deutlich mehr Polartage.


(Stellung der Erde im Winter, rechts: bei Uranus-Achsneigung)

Ursache für die Schrägstellung des Uranus ist möglicherweise ein Zusammenstoß mit einem größeren Himmelskörper, sicher belegt ist dies aber nicht.


(In dem Video wird m. E. Bewegung von Erde und Uranus im die Sonne falsch dargestellt. Beide Planeten müssten sich entgegen dem Uhrzeigersinn bewegen.)

Geografie

Internationales Jahr des globalen Verstehens

Freitag, 1. Januar 2016 · ,

Das Jahr 2016 ist das Internationale Jahr des globalen Verstehens, International Year of Global Understanding (IYGU).

Die Initiative geht zurück auf den Jenaer Professor für Sozialgeografie, Prof. Dr. Benno Werlen. Unterstützt durch die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur UNESCO (Quelle) proklamierten die Weltdachverbänden der Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften am 15. September 2015 diese Internationale Jahr (Pressemitteilung).

Grob zusammengefasst geht es beim IYGU darum, Lokales und Globales auf wissenschaftlicher Grundlage im Alltag zu verbinden, denn durch unser lokales Handeln beeinflussen wir globale Prozesse. »Jeder Mensch macht Weltpolitik«, das ist eine der Kernaussagen. Und tatsächlich beeinflussen wir mit unserem Lebensstil, ob die CO2-Konzentration in der Atmosphäre steigt, die Näherin in Bangladesch fair bezahlt wird, Regenwald für Palmöl gerodet wird, …

Informationen auf Deutsch und in allen Amtssprachen der Vereinten Nationen (VN, UNO) zum IYGU gibt es unter global-understanding.info.

Französisch

Découvrons la musique

Sonntag, 20. Dezember 2015

In À plus 2, Unité 3, Volet 2 geht es um »mon style«, also um Kleidung und Musik. Zwei Künstlerinnen, ein Rapper und eine Gruppe werden dabei erwähnt:

Soprano: Crazy (das Lieblingslied von Nathan)

Tal: Le sens de la vie (die Lieblingssängerin von Lisa)

Barrio Populo: Thèmes piétinés (die Lieblingsgruppe von Bilal)

Nolwenn Leroy: Le jument de Michao (die Lieblingsgruppe von Bilal)

Geografie

Armut für beendet errechnen

Sonntag, 27. September 2015 · ,

Das erste der acht im Jahr 2000 formulierten Millenium-Entwicklungsziele (Millenium Development Goals, MDG) war, die Armut zu halbieren. Als arm gilt, wem weniger als 1,25 $ pro Tag zur Verfügung stehen.

Tatsächlich war die Weltgemeinschaft in ihren Bemühungen ziemlich erfolgreich: Während im Jahr 1990 noch fast 2 Milliarden Menschen in den Entwicklungsländern arm waren, dies entsprach 47 % der dortigen Bevölkerung, sind es diesem Jahr nur noch 14 %, durch die Bevölkerungszunahme in den 25 Jahren allerdings weiterhin 836 Millionen Menschen (Quelle). Vor dem Millenium nahm die Zahl der Armen übrigens nur langsam ab, erst ab dem Jahr 2000 ist sie signifikant gesunken.

In diesem Jahr sollen die MDGs durch die SDGs abgelöst werden, durch die Ziele nachhaltiger Entwicklung (Sustainable Development Goals). Das erste der 17 Ziele ist, die Armut innerhalb der kommenden 15 Jahre zu beenden (Quelle). Im Jahr 2030 soll niemand mehr in Armut leben, kein Mensch soll weniger als 1,25 $ pro Tag haben.

Doch, was sind 1,25 $ im Jahr 2030 noch wert?

Schaut man sich die Inflationsraten von 2004 bis 2014 an, die zwischen 2,8 % und 6,42 % schwanken (Quelle), so ergibt sich eine durchschnittliche Inflationsrate von 4,21 %. Angenommen, dieser Durchschnitt gälte auch für die kommenden 15 Jahre, so müssten einem im Jahr 2030 tatsächlich 2,32 $ pro Tag zur Verfügung stehen, damit man sich die gleiche Dinge leisten kann wie heute für 1,25 $.

Bezieht man die Inflation ab 1990 ein, als man auch weniger als 1,25 $ pro Tag haben musste, um arm zu sein, wird die Situation noch prekärer. Laut UNICEF-Angaben lag die jährliche Inflationsrate im Zeitraum von 1990 bis 2011 durchschnittlich bei 8 %. Nimmt man für die folgenden 3 Jahre die Werte von Statista, so müsste heute jeder als arm gelten, der keine 7,35 $ (6,56 €) pro Tag hat. Das werden global betrachtet weit mehr als nur 836 Millionen Menschen sein. Projeziert man die o. g. jährliche Inflationsrate von 4,21 % in die Zukunft, so dürften im Jahr 2030 niemandem weniger als 13,64 $ zur Verfügung stehen, um das Ziel zu erreichen, Armut zu beenden.

Interessant ist auch die Überlegung, wie viel 1,25 $ aus dem Jahr 2030 heute wert sind: Unter den genannten Bedingungen müsste man in diesem Jahr täglich lediglich 0,67 $ (0,60 €) haben, im Jahr 1990 wären es noch nicht einmal 0,12 $ gewesen.

Wie schön, dass einem beim Kampf gegen die Armut die Inflation behilflich ist.

Geografie

Lehrbuchskizze

Samstag, 4. Juli 2015

Im kommenden Schuljahr arbeiten wir in der gymnasiale Oberstufe mit einem neuen Geografielehrbuch, genauer gesagt mit einem Arbeits- und Lernbuch. Im Gegensatz zu den üblichen Lehrbüchern gibt es hier weniger klassische Infotexte, dafür mehr Materialien. Zum einen entspricht dies eher dem wissenschaftlichen Arbeiten, zum anderen wird es den Prüfungsformaten im Abitur gerecht, bei dem fragengeleitet Materialien bearbeitet werden.

Wie könnte ein solches Lehrbuch für die Sekundarstufe I aussehen?

Ich habe mich an einer Doppelseite für eine Lehrbuchskizze versucht, die Folgendes bietet:

  • eine Problemfrage anstelle eines Themas.
  • einen Apparat aus operationalisierten Aufgaben mit Materialbezug. Zur Binnendifferenzierung gibt es (an anderer Stelle) Hinweise zur Lösung der Aufgaben (Einhilfen) sowie Zusatzaufgaben.
  • eine Fachbegriffsübersicht unter Berücksichtigung der Bedürfnissen von DaZ-Lernerinnen und -Lernern.
  • vielfältige Materialien (Modell, Karte, Faustskizze, Atlasauszug), die hier aus urheberrechtlichen Gründen entfernt wurden.

Im Anhang sollte es die oben erwähnten Einhilfen, Methodenseiten und Wortschatzübersichten geben. Mehr dazu hatte ich bereits früher geschrieben.

Wie erwähnt: Dies ist nur eine Skizze, fernab von einem druckreifen Entwurf.